Reaktiv

Weißt du, ich glaube, wir reagieren auf unser reagieren –
und das macht es kompliziert!
Wie sind wie Phosphor oder Schwefel:
wir entzünden uns,
aber das verbrennt uns auch …

06/18 PGF

Was wird

Was wird aus mir?

Was aus mir wird habe ich, als junger Mensch oft gefragt.
Eigentlich wurde die Frage in mich hinein getragen, durch Erziehung, durch die Schule.
Eine Antwort hatte ich nicht.
Wie sollte ich greifen, was ich werden will, wenn ich doch eben dabei war, das Leben begreifen zu wollen.

Mit den Jahren verändert sich die Frage.
Ich befürchte, viele Menschen halten die Frage beantwortet, wenn sie über Beruf und Familie definiert scheint.
Aber das täuscht!
Denn die Frage umfasst, auch im Nachgang, den Aspekt:
In diesem Leben und darüber hinaus.

Und da wird es deutlich unbehaglicher.
Wenn man sich nicht ins Religiöse verrennt, ist es eine evolutionäre Frage:
Was wir aus mir?
Wird aus mir etwas Neues?
Wie ich aus Affen wurde?
Was kann ich tun, dass was ich erlebte, diesem Werden zu Gute kommt?

Die Inder haben, mit der Lehre vom Karma, versucht eine Antwort darauf zu geben: Karma bestimmt was man wird.
Die meisten beruhigt das. Und es betäubt sie.
Aber die Frage:
Was wird aus mir? Ist aufwühlend, wenn man Gewissheit sucht.
Sie steigert sich zum: Was wird nur aus mir?
Und Karriere und ein Haus mit Blick, helfen da nicht.

Was wird aus mir?
Werde ich Wolf, Blume oder Blatt?
Oder werde ich Stern, Seelenschmetterling oder Nichts?

Nun, man kann sich in den Glauben stürzen oder, die Frage nicht mehr loslassen:
Was wird aus mir?
Was wurde aus anderen?
Was wird aus denen die mir lieb sind?
Was wurde aus denen die mir lieb waren?

Sie werden surreal, wie Träume! Aber wie Träume wirksam sind, obwohl sie nicht sind – wer will das leugnen, nach einer Alptraumnacht oder einer süßen – bleiben sie wirksam.
„Ihr seid das Salz der Erde“, ist ein schöner Bibelsatz, weich und klug.

Was wird aus mir?
Das ist vielleicht eine der vielen Fragen, die gar nicht beantwortet werden will, sondern nur gefühlt (wie die Frage nach dem Sinn der Sterne).
Diese Fragen machen uns lebendig, sie heben uns, in dem sie uns bedrängen, sie läutern uns, indem sie uns in Frage stellen und wir unentwegt Antworten suchen müssen.
Immer neue Antworten.
Wir müssen immer tiefer schürfen und länger.
Und nur, wenn wir zwischendrin staunen, dass wir sie stellen können, dass wir sind und eine Welt um uns her, mit Blumen, Kindern und Sternen, behalten wir die Kraft, die Suche nach den Antworten nicht aufzugeben.

Was wird aus mir?
Eine spannende Frage!
Mal sehen.

06/18 PGF

Resultate liefern

Heute muss die Nationalmannschaft ein ordentliches Resultat liefern, sonst sind sie weg. Wäre auch nicht wirklich schlimm, wenn sie schlecht spielen. Wenn man schlecht spielt und durch das Resultat bestraft wird, ist es gut, wenn die anderen weiterkommen. Das ist im Sport, wenn er nicht manipuliert wird, ganz ordentlich geregelt und so kann Kroatien oder Island einem trägen Argentinien wehtun.

In der Politik ist das nicht so. In der Politik zählt der Schein. Habt ihr gestern die Bilder von der lachenden Kanzlerin mit den Flüchtlingskindern in einer Schule gesehen. So macht man das. Das ist, wie, wenn Messi ein schöne Nahaufnahme zulässt und Kroatien wird jedesmal ein Tor dafür aberkannt. Unsere Mami …

ist sie nicht. Man kann das leicht illustrieren:

Deutschland am Ende der Ära Schröder
– Wirtschaftlicher Aufschwung im Rahmen der Agenda 2010
– Stabiles Europa
– Friedliche Osterweiterung
– Gesunde Distanz zu amerikanischer Kriegspolitik, aber Erhalt der Bilateralen Beziehung
– Aufbau der Wirtschaftsbeziehungen zu China
– Atom-Ausstieg
– CDU: Kinder statt Inder (das ist dann mal konkret rassistisch)

Deutschland am Ende, aber noch nicht am Ende der Ära Merkel
– Die soziale Schere am Anschlag, ein kurzer Blick in unser Gesundheitssystem, Bildungssystem und den Armutsbericht bezüglich Kinder genügt.
– Zerstrittenes Europa (Und da helfen die passenden Hochglanz-Bilder der Griechenland-Rettung nichts, wenn man das aktuelle Leben in Griechenland kennt).
– Zerrüttetes Verhältnis nach Osten, sowohl zu den östlichen EU-Staaten, aber auch nach Russland
– Zerrüttetes Verhältnis zu Amerika, bei gleichzeitiger Abhängigkeit
– Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen zu arabischen Despotenländern
– Nach Fukushima wiederrufener Atom-Einstieg
– Erhebliche, innerpoltische Demokratie-Verwerfungen, durch eine planlose Flüchtlingspolitik

Es gibt Krankheiten die spürt der Betroffene nicht. Es gibt Anzeichen von Verfall, wenn alles noch sehr stabil erscheint. Aber der Diagnostiker kann absehen, was kommen wird, wenn er, was gerade ist, nicht mit dem gleichsetzt was kommen wird.

Ich würde der Kanzlerin ihre Kanzlerschaft gönnen, wenn die Resultate stimmen würden. Ich bin auch sehr dafür, dass man Flüchtlingen hilft, zum Beispiel in dem man in ihren Heimatländern keine Bürgerkriege anzettelt, keine Waffen dorthin verkauft und sich um gemeinsame Menschenrechte bemüht. Wäre ja auch nicht schlimm, wenn Menschen kämen, weil sie gerne kommen und nicht, weil sie flüchten müssen, damit ihre Kinder am Leben bleiben.
Ich habe Schröder, wegen der Agenda 2010 nicht verstanden, aber die Zeit hat ihm Recht gegeben. Bei der Kanzlerin zeigen die Resultate, wie oft sie schon falsch lag.
Wenn sie ausscheidet, werden wir noch lange am Spielfeldrand sitzen und beklagen was alles schief gegangen ist.

06/18 PGF

Kompliziert

Manchmal machst du mir ein schweres Herz,
da hilft der Sommer nicht,
da hilft die Hoffnung nicht,
wenn du lächelst.

Manchmal will ich nicht nach Wegen suchen,
ein Wort versuchen,
einen Blick versuchen,
den du unbeantwortet lässt.

Manchmal will ich einfach lieben,
wie Blüten einfach blühen,
Kinder spielend in Pfützen knien,
aber einfach, willst du es nicht.

Manchmal machst du mir ein schweres Herz,
da hilft der Sommer nicht,
da hilft mein Wille nicht,
wenn du nicht verstehst.

06/18 PGF

Sturm und Strömung

Weißt du,
manchmal habe ich schon daran gedacht,
einfach wegzugehen
und dich zurückzulassen
und alle Dinge leicht zu machen,
indem ich sie dem Vergessen hinwerfe.
Aber man muss doch auch lernen festzuhalten.
Und ich bin schon so oft weggegangen.
Ließ fallen und liegen,
was sich nicht lieben ließ.
Ich kenne diese letzten Stunden,
sie flackern, wie Kerzenflammen,
ehe der Wind zu stark für sie wird.
Und deine Blicke,
manchmal schicken mich weg,
trotzig und, ich weiß nicht wie, verletzt.
Es ist,
als würden mich Sturm und Strömung
zusammenpacken, von Innen und Außen!
Und ich weiß eigentlich gar nicht,
woran ich mich festhalte.

06/18 PGF

Der WERBEBLOCK

Liebe Blogger,

es ist soweit (Trommelwirbel bitte selbstständig improvisieren):

Teil 3 der Aurumer-Reihe – und jetzt machen wir mal Butter bei die Fische: „Projekt Epilog“ getauft, wird (zumindest) als ebook pünktlich erscheinen.
Das Lektorat/Korrektorat ist abgeschlossen, die Nachbesserungen überschaubar, sollte sich am Wochenende umsetzen lassen, somit ist

zum 6.7.2018 alles zur Veröffentlichung angerichtet.

Ich freue mich riesig! Ich glaube, die Geschichte in einer Form fortgesetzt zu haben, die Leser von Teil 1 und 2 ansprechen wird. Die Probeleser haben mir nicht widersprochen. 🙂
Ein bisschen Wehmut ist auch dabei, denn, auch wenn jede Geschichte immer irgendwie fortzusetzen ist, wird Teil 3 diesen Zyklus beschließen.
Andere Geschichten warten und nach einer gewissen Zeit, finde ich es erschöpfend, am gleichen Thema zu kleben.
„Unendliche Weiten“ und so …

Wer sich ein Rezensionsexemplar wünscht, bitte Kontakt aufnehmen.
Hier der Hinweis, dass der Print etwas später starten könnte. Layout und Cover-Arbeiten erfordern deutlich mehr Feinschliff.
Ebooks lassen sich (noch) sehr unbequem per Gutschein vertreiben.

Wenn jemand denkt: „Hmm?“, ein Blick hier

verrät mehr.

Habe ich Mundpropaganda erwähnt 😉

(Hier bitte einen Tusch improvisieren – nehmt einfach die FanKulisse beim WM-Spiel)

Danke für die Aufmerksamkeit!
Schönen Abend!

06/18 PGF

Diese Tage

Diese Tage sind dicht gedrängt, es häufen sich Aufgaben und unartikulierte Gefühle überall um mich und in mir und ich sehe den Himmel, blau und weit und die Welt ist schön …
auch, wenn mir keiner deiner Blicke irgendetwas verrät,
und ich mir schon längst angewöhnt habe, meinen Blick zu verbergen,
ihn wegzulenken,
auf die Aufgaben die sich häufen;
dabei gehen mir die Zeilen verloren,
für das was ich fühle,
wie eine Buße.
Mit der Zeit …
mit der Zeit entrückt,
die Zeit zum Verzweifeln,
weil die Zeit hinweg schmilzt und doch irgendwas zumindest bleiben soll.
Und so klopft mein Herz in deiner Nähe und schlägt verhalten ohne dich.
Ich sehe nach dem blauen Himmel,
nehme den Stapel Papier,
zur letzten Durchsicht vom Tisch,
weil doch irgendetwas bleiben muss.
Oder nicht?

06/18 PGF