Nicht lauschen

Präventive Militärschläge sind falsch.
So, wie Krieg, immer falsch ist.
Ja, ich weiß, der Krieg gegen Hitler war unvermeidlich.
Das ist, die bekannte Ausnahme von der Regel.
Aber Krieg bleibt falsch.
Militärschläge sind der erste Schritt dazu.
Niemand hat dies so perfide genutzt, wie Hitler.
Zugespitzt in dem Satz: „Polen hat zuerst zurückgeschossen.“
Weshalb unsere Bundesregierung überzeugt, Militärschlägen zustimmt, bleibt mir schleierhaft.
Die europäische Geschichte ist voller Beispiele: Völker entledigen sich ihrer Machthaber selbst, wenn sie das wollen.
Weshalb man dies, in Zustimmung zu einem Präsidenten tut, dem man in breiter Front, mit hoher Skepsis, bis vor wenigen Monaten die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen hat, verblüfft.
Besser: Es entsetzt!
Aber es prägt die Ära Merkel: Probleme scheinbar zu lösen, die man selbst verursacht: von Flüchtlingsströmen und Kriegshandlungen, bis zum Eiertanz beim Klimaschutz, mit dem Atomausstieg als Beispiel.
Wir werden diese Ära bitter büßen, in der wir, für den wirtschaftlichen Erfolg im Moment, Krieg im Äußeren führen und dem Raubbau, an unseren Sozialsystemen zustimmen.
Jeder der dieser Form der Politik zustimmt, der sie gewählt hat und befürwortet, – speziell mit Blick, wie diese heillose Koalition zu Stande kam (nur eine Fußnote: Schulz der ihr widersprach, wurde mit einem Posten geködert und, nachdem er sich manipulieren liess wurde er abserviert), beteiligt sich an diesen Kriegshandlungen.
Krieg ist immer falsch.
Deutschland hätte nie wieder „seiner weltpolitischen Verantwortung“, wie man es zynisch nennt, gerecht werden dürfen.
Die deutsche Geschichte, des letzten Jahrhunderts, verpflichtet dieses Land, wie kein anderes, zu Friedenspolitik und einer Vermittlerrolle; und einem Militär, welches den Schutz der eigenen Landesgrenzen, ausschließlich von eigenem Boden aus, betreibt und nicht in präventiven Kriegen.
An diesem Punkt, sollte man eine klare Meinung, zu den Ereignissen besitzen.
Militärschläge und Krieg sind immer falsch!

04/18 PGF

Übers Meer

Im Süden

So häng‘ ich denn auf krummem Aste
Und schaukle meine Müdigkeit.
Ein Vogel lud mich her zu Gaste,
Ein Vogelnest ist’s, drin ich raste.
Wo bin ich doch? Ach, weit! Ach, weit!

Das weiße Meer liegt eingeschlafen,
Und purpurn steht ein Segel drauf.
Fels, Feigenbäume, Turm und Hafen,
Idylle rings, Geblök von Schafen, —
Unschuld des Südens, nimm mich auf!

Nur Schritt für Schritt — das ist ein Leben,
Stets Bein vor Bein macht deutsch und schwer.
Ich hiess den Wind mich aufwärts heben,
Ich lernte mit den Vögeln schweben, —
Nach Süden flog ich über’s Meer.
F. Nietzsche

Quelle: http://www.textlog.de/21156.html