Es passt nicht in diese Tage

Man kann das mögen, wie ein Marathonläufer nach Kilometer 42, hinter der Ziellinie zusammenbrechen, um von den Rettungssanitätern mit Sauerstoff und Flüssigkeit versorgt zu werden.
Oder beim Kite-Surfen mit einem Schwarm Feuerquallen kollidieren.
Oder beim Berg steigen im Himalaja, sich vier Zehen und einen Finger abfrieren.
Das ergibt auf jeden Fall Geschichten, die man in gemütlicher Runde, Jahre später gerne mal erzählt.

Ich bin bei Höhenmeter 3500 ausgestiegen, habe dafür aber noch meine Finger, mir ist Surfen schon zu wagemutigen und ich renne nur soweit, wie ich Luft habe.
Beim Schreiben aber, da bin ich manchmal unvernünftig, was die eigene Grenze angeht.
Kurz: Das Probeleser-Skript ist fertig, aber ich habe blutige Fingerkuppen, eine Bindehaut- und eine Sehnenscheidenentzündung und drei Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule.
Der Preis, für das Erreichen der Zielmarke.

Aber – und dieses aber, gebe ich mal vertrauensvoll in die Runde – ich kann mich nicht wirklich freuen, weil die Erschöpfung zu groß und das Reallife zu kompliziert ist.
Ich kenne das anders. Ich kenne dieses innerlich Yes-Yes-Yes-Tanzen, wenn „Ende“ drunter steht und die kritische Lektoratsstimme noch nicht Gelegenheit hatte sich zu melden.
Das getrieben Sein, von mehr Ideen, mehr Zeit, habe ich erwähnt, kommt sicher hinzu, erklärt die Schlappheit aber nicht.
Der Abschluss des Manuskripts passt nicht in diese Tage, weil so vieles fragend, um mich steht und nicht abgeschlossen wirkt.

Vielleicht habe ich deshalb das Gefühl, dass dieses Skript beendet, aber nicht fertig ist …
Wer mal drüber lesen will 😉

10/17 PGF

Noch 5

Noch 5 Kapitel liegen vor mir, bis die Probeleser-Version abgeschlossen ist. Noch nie ist mir, die Herausforderung Schreiben, Leben und Arbeiten zu verbinden, so groß erschienen. Das liegt an meinen Entscheidungen, das liegt aber auch am existentiellen Druck, der auf mir, wie auf immer mehr Menschen lastet. In einer Zeit, da der Zweitberuf zur Existenzsicherung nötig wird, ist Schreiben als Zweitberuf (der Zeit kostet und kein Geld bringt) kein Hobby mehr. Spätestens dann, wenn man an Veröffentlichung denkt und diese gut umsetzen will.
Und das Leben – das Leben hat eigene Ideen mit uns, die manchmal höchst kompliziert sind.

Ideen wären da. Aktuell hätte ich einige, mit denen ich mich gerne messen würde. Nicht jede Idee wird ein Skript, aber es ist unbefriedigend, wenn die Idee stark scheint und nicht an den eigenen Fähigkeiten scheitert, sondern an den Umständen.
Die Kritik wird sich, in den meisten Fällen, nicht um die Umstände kümmern.

Morgen noch mal drei Kapitel, am Montag nach der Arbeit noch zwei, dann ist bei diesem Skript, für den Moment, getan was ich tun konnte.
Das andere liegt, wie reife Früchte die vom Baum fielen und zu faulen drohen, ehe sie jemand genießen konnte.
Aber lieber an den Umständen scheitern, als an der eigenen Trägheit.
Die wäre unverzeihlich.

10/17 PGF

Suchend

Der Morgen lag in grauem Licht und, als ich aufstand, setzte der Regen ein und gab nicht nach, sondern wurde stärker und ging über in einen Sturm, welcher die Blätter von den Zweigen und die Zweige von den Ästen riss.
Ich ließ die Welt und ging zum Schreibtisch.
Knipste Licht an, schaltete den PC ein und zog die Tastatur zu mir heran. Aber die Worte setzten nicht ein und wurden nicht stärker. In mir blieb es stumm und kein Sturm riss alte Gedanken von verzweigten Gefühlen …
Ich ließ auch diese Welt und ging …
und war in keiner zu Hause.

PGF 10/17

Alles in allem

… ist gerade alles zuviel und so verschiebt sich auch die Fertigstellung des Manuskripts für einige Tage.
„Ich habe mir zu viel vorgenommen“, scheint das Motto dieses Jahres.

Deshalb muss ich mir und diesem Blog ein paar Tage Pause gönnen, ich merke, wie die Haut dünner wird.
Schade! Eure Likes und Kommentare, sind die Erfolgsmomente des Tages.
Ich danke euch sehr dafür!!!

Das Gute, wenn ich die Kräfte bündle, ist, das Skript wird in absehbarer Zeit fertig. (Aktueller Stand: 3. Abschnitt, 3. Kapitel; noch 22 Kapitel fehlen).
Wer Interesse hat kann sich gerne melden. Ein paar Namen habe ich schon notiert. Meldet euch bitte nochmals, ob das Angebot noch gilt.

Ich benötige eine kurze Info zum zeitlichen Rahmen (wie lange braucht ihr?), ob die Papierform okay ist und eure Adresse.

Und für euch die Info:
Es ist ein Skript im Vor-Korrektorats-Stadium, mehrfach überarbeitet, zuletzt mit der Papyrus-Autorensoftware.
Ich würde es in die Mystery-Dystopie-Schublade packen, wenn man eine Schublade haben mag.
Es geht weniger, um grundlegende Veränderungen am Text, sondern um ein:
Gefällt-mir/Gefällt-mir-nicht,
achte doch bei
den Figuren,
den Orten,
dem Spannungsbogen,
den Handlungsfäden auf …

Mit der Rechtschreibung müsst ihr euch nicht bemühen, die kommt in Profihand (falls mein Gesangstalent ausreicht, meinen Hut zu füllen …) nachdem ich eure Rückmeldung habe.

Ich sage: Danke!
Schreibt nix, was ich verpassen könnte … 😉