Achtung Werbung #3

1,2,3, … 1,2,3 … Check! Check!
Gut! Die Technik funktioniert noch …

Ehe ich zu meinem angekündigten Werbeblock komme, schaffe ich es nicht, euch eine kurze „Bloggers End“-Reflektion zu ersparen:
Der Zeitgewinn ist beachtlich, unter diesem Gesichtspunkt habe ich alles richtig gemacht. Das ist es aber auch schon an Vorteilen.
Ansonsten ist es eher, wie Wegziehen und mit einem ungewissen Gefühl alte Verbindungen zurücklassen. Vielleicht bleibts, vielleicht verfällts …
Der Austausch, das Mitlesen, aber auch das Feedback für das was man zusammenschustert besitzt eine Qualität, die nicht zur suggerierten Anonymität des Netzes passt.
Also: Bloggen ist schön!
Sobald das mit den Lottozahlen klappt, mache ich weiter. 🙂

Bis dahin gibt es Werbung, heute für:

Titel: Zeitspuren

Entstanden: zwischen 2006 und 2015
Erscheinungsjahr: 2015

Inhalt: Es handelt sich um eine Sammlung von Gedichten, die über beinah 10 Jahre entstanden sind. Es sind Gedichte über das eigene Empfinden, über die Liebe und die ersten Jahre der Vaterschaft. Keine große Lyrik, sondern schlichte, einfühlsame Verse, die ich einer sehr schönen und stimmungsvollen Epoche zuordnen kann. Da Gedichte besser für sich selbst sprechen, folgt am Ende des Beitrages, eines aus dem Band.

Könnte man mögen, wenn:
– man Gedichte mag

Auch hier: Auf einen Link „da kaufen!“ und ein ansprechendes Cover verzichte ich, ich stelle ja nicht, als Leser ein Buch vor, sondern als sein Autor.
Ich bemühe mich zu zeigen, was vermutlich niemand außer dem Autor zeigen kann: die Hintergedanken.
Das andere (den Inhalt beschreiben, Pro und Kontra, etc.) können Rezensenten deutlich besser.

Prolog

Was wir zu werden träumen
bestimmt mehr unser Leben
als alles andere.

Ob wir nicht wagen,
einen Traum zu träumen,
ob wir ihn aufgeben,
scheitern,
ihn verbissen verfolgen –
ob er sich erfüllt,

dieser stille,
innere Ruf
bestimmt alles.

12/18 PGF

Wiederkehr

Ich und der Abend,
wenn wir uns anblicken,
wie alte Weggefährten und uns in die Augen blicken,
die blauen und braunen
und einander nichts sagen müssen,
weil längst alles geklärt ist
und so viele gemeinsame Stunden und Erlebnisse zurückliegen …
ich und der Abend,
wir lachen über die Zeit
und erzählen uns köstliche Witze
über Ewigkeit und Wiederkehr,
während wir uns,
in wandelnder Gestalt
immer wieder begegnen –
der Abend und ich.

08/18 PGF

Eine schattige Bank

Das Schöne an der Liebe ist ja,
dass sie voller Schicksal sein kann,
aber auch:
man sitzt auf einer schattigen Bank zusammen,
freut sich über das Gleiche,
lächelt sich zu
und bekommt dieses wundervolle Herzklopfen …

07/18 PGF

Ohne weitere Begründung

Weißt du, ich liebe dich ja nicht aus einem Grund.

Also, ich kenne die Gründe nicht – so gewaltig ist, vielleicht der Strom der Kausalitäten, der mich zu dir führt: dass er da ist, ich ihn aber nicht fassen kann.

Gewaltig, wie das Meer, dessen Wellen man zählen, dessen Weite man spüren kann, dessen Tiefe man ahnt.
Aber wer kennt das Meer …?

Ich liebe dich, weil ich dich liebe.

Und, wenn du fragst: Wofür ist das gut?
Wäre: Deshalb und Darum, eine Lüge.

Ich sehe dich und fühle, was ich fühle.
Und fühle: das genügt.

Vielleicht liebe ich dich sogar
entgegen aller Gründe.

07/18 PGF

Berührung

Und es hat schon manches Mal
dein Blick den meinen berührt,
wie Hände sich berühren
und zärtlich, kurz verweilen

und hast,
wie tief,
ich weiß es nie,
in meine Seele hinein geblickt

und ich habe still gehalten,
wie manchmal eine Stille ist
nach einer schönen Zeile –

… und, wenn du meine Hand berührst,
geht die Berührung tiefer,
als wenn nur Haut und Haut
sich irgendwie berühren,

ich kann,
bis weit hinab, zu alten Leben,
deine Haut auf meiner spüren.

07/18 PGF

Der Wind auf deiner Haut

Manchmal legt die Nacht, diese wundervolle Stille auf alle Gedanken und was man im Herzen trägt, wortlos aber pochend, schafft sich Raum, wie sich manchmal die Sehnsucht Raum schafft, wenn der Wind über deine Haut streicht und ich ihn beneide, töricht eifersüchtig.

Aber das Herz, wortlos und von der Stille befreit, kennt nicht töricht und kennt nicht eifersüchtig, sondern nur sehnsüchtig und die Sehnsucht füllt den Raum, den die Stille schafft, wenn manchmal die Nacht, diese wundervolle Stille auf alle Gedanken legt und einlädt zu träumen, wortlos und sehnsüchtig.

07/18 PGF

Etwas Dauerndes

Manchmal muss man, wie dieser Sommer sein und mit seinem Blau alles überstrahlen.
Man muss voller Licht und Wärme sein und die Gewitter und den Regen fernhalten.
Man muss die Früchte süßen und die Fäulnis austrocknen.
Und in den Nächten muss man mild und sternenklar sein und nur der Mond darf seine Bahnen ziehen.
Man vergisst den zurückliegenden Winter nicht und wo man her kam.
Und der Herbst liegt lauernd und Blätter raschelnd vor einem.
Aber bis er kommt, soll es nur dieses Blau und die Wärme und das Licht geben.
Als wäre etwas Dauerndes möglich …

07/18 PGF