Die Sanduhr rieselt…

ihre letzten Sandkörner, könnte man sagen.

Die Zeit des Lektorats ist so gut wie vorüber. Und damit auch meine Aufgabe die Zeit zu überbrücken. „Sphärenwind“ war so ein letztes Körnchen. Stilistisch ganz anderes orientiert, als der kommende Roman. Aber, wie ich hoffe, ein netter Lückenfüller.

Wie geht es weiter?
Im Verlauf dieser Woche erhalte ich vom Lektorat das Skript zurück. Das geht sofort in Bearbeitung:
– Anpassung Format
– Einfügen Seitenzahlen
– Personenregister anhängen
– Umsetzung Lektorats-Korrekturen und -Vorschläge

Das Cover ist relativ weit gediehen. Die letzten Schritte sind abhängig von der Dicke des Buchblocks. Wegen der „Spine“, wie ihre Euch bestimmt erinnert 😉
Dann ist die Drucklegung abgeschlossen.

Was folgt?
– Upload der Datei
– Bestimmen von Marketing-Aspekten (Wo ist das Buch erhältlich? Was soll es kosten?, etc.)
– Abschließen Createspace-Dialog
– Anforderung der Druckfahne
– Erneute Kontrolle
– Freigabe Druckmaster
– Veröffentlichung am … 🙂

Und dann?
– Buchbesprechung FAZ
– Platz 1 Spiegel- und Stern-Bestseller
– Übersetzung in mehr als 50 Sprachen
– Nobelpreis

„Halt! Ne! Ich brauche keine Zwangsjacke. So kommt es bestimmt. Moment, ich kann die Tastat..“

Man darf ja wohl mal träumen dürfen 😉

Allen einen guten Wochenstart und bis dahin einen gemütlichen Sonntag.

 

Ich habs gemacht…!

Ich lasse die Frage jetzt mal außen vor, ob man im Urlaub arbeiten sollte oder streng asketisch mit einem Cocktail in einem Liegestuhl liegen muss, um zu entspannen. Irgendwie bin ich vom überzeugten Müßiggänger zum kleinen Workaholic mutiert.

Deshalb habe ichs in diesen ersten Urlaubstagen auch nicht geschafft, nix zu tun, sondern habe den Fehler gemacht, mir ein ebook herunter zu laden. Titel „Bücher mit amazons createspace veröffentlichen“ von Daniel Morawek. Beim schmökern fiel mir auf, dass es anscheind doch nicht so schwer ist, mit dem amazon-Dienst, Bücher in gedruckte Form zu bringen. Die ebook-Variante ist zwar nett, aber bei mir stehts immer noch etwa 650 zu 15 für die Gedruckten. Daran wird sich maßgeblich auch nichts ändern.

Also habe ich mal so ein bisschen rumexperimentiert, habe ja Urlaub und viel zu viel Zeit, den Buchblock in Form gebracht (das heißt ins pdf-Format), das Cover angepasst (das war schweißtreibend und fast schon ein Angriff auf den Urlaubsgedanken). Papier, Format, Preise, Gestaltung auf Kurs gebracht und siehe da: heute bin ich fertig geworden!

Jetzt habe ich die Druckfahne in digitaler Form schon kontrolliert, die Möglichkeit genutzt sie als Druckfahne zu drucken und eine „handgreifliche“ Druckfahne ist auf dem Weg zu mir nach Deutschland. (Wenn ich alles richtig verstanden habe, finden gewisse Druckvorgänge in den USA statt, Bestellung von amazon.de werden aber in DE gedruckt. Schaun wer mal!)

Ach so: Welches Buch?

Ich habe mich für „Soantà und Als Paolos Hände reden lernten“ entschieden. Wenn das klappt, folgt die „Revolte“ und dann auch der neue Roman. Die Einzelversionen von „Soantà“ und „Paolo“ bleiben ebooks. Da (so weit ich weiß) eine gewisse „Dicke“ nötig ist, damit Herstellungspreis und Umfang im richtigen Verhältnis stehen. 4€ für ein 20-Seiten-Buch wären mir zu dreist.

Also, wer etwas Ähnliches plant, seinen Urlaub sinnvoll nutzen möchte, gerade Langeweile hat, beim Covergestalten in seine Schreibtischplatte beißen möchte, kann gerne Kontakt zu mir aufnehmen.

Ich antworte spätestens am Ende meines Urlaubs.

Den ich hochoffiziell heute beginne.

Break on through

Es ist einfach viel zu heiß. 

Zum Glück bedarf es bei der Figur heute nicht vieler Worte! 🙂

Zu ihr hat mich ein außergewöhnlicher Musiker und Texter inspiriert, in der Äußerlichkeit und im Lebenshunger meiner Figur:

http://www.youtube.com/watch?v=CbiPDSxFgd8

Und nein, der Lied-Titel ist nicht zufällig gewählt 😉

Hier geht es am Dienstag weiter und dann wird’s kalt…!

Was bislang geschah (bin gerade im „Lost“-Fieber)

Also ich habe einen desillusionierten Reporter vorgestellt der im Raum Genf (im Umfeld des Teilchenbeschleunigers in Cern) auf eine dubiose Verschwörung trifft.

Ich habe einen (mutmaßlichen) Ethnologen angedeutet, der in den USA, in einem Indianer-Reservat und in einem Bed&Breakfast in Baltimore, möglicherweise mit einem Geheimdienst in Konflikt gerät.

Und in Italien habe ich einen androgynen Sekretär die Aufträge seines geheimnisvollen Gönners verteilen lassen, wovon einer zur Entführung einer jungen Frau führt.

Ich habe also viele Orte und wie ich schon verraten kann, ziemlich viele Charaktere in diesem Skript untergebracht. Das hat Tücken:

Meine persönliche Herausforderung bei diesem Skript bestand darin (neben den ganzen handelsüblichen), viele Orte lebendig werden zu lassen und Zeitebenen zu integrieren, ohne das die Geschichte auf mehreren Zeitebenen läuft. Was nicht meine Absicht gewesen wäre.

Bei den vielen Orten stand ich vor dem Problem die Orte lebendig werden zu lassen, ohne, dass es Reiseführer-Charakter annimmt. „Meine Damen und Herren Sie befinden sich jetzt in … Auf der rechten Seite sehen Sie die weltberühmte…“

Beim Rastplatz von Viterbo beispielsweise habe ich mich gefragt wie viel Beschreibung ist an diesem Ort eigentlich nötig? Mir geht es beim Lesen oft so, dass ein Wort an der richtigen Stelle genug Assoziationen hervorruft und ich dankbar bin, wenn der Autor mir nicht umständlich sein Bild vor Augen führen will. An anderen Stellen genügt mir das gar nicht, da will ich nicht nur lesen es lag Schnee, sondern sehen wie dichte Schneebretter die dunklen Äste der Tannen bis fast hinab zum Boden drücken.

Ich habe viel und lange gefeilt und deshalb ist es mir gelungen den Schauplätzen den ihnen angemessenen Umfang an Beschreibung zu widmen. Da es sehr viele sind, werde ich an anderen Stellen auf die Phantasie der Leser vertrauen.

Heute nun kommt ein weiterer Schauplatz hinzu und der hat auch mit den oben kurz erwähnten unterschiedlichen Zeitebenen zu tun.

Es handelt sich um das alte Karthago, das heutige Tunis in Tunesien. Dort wird eine Figur die noch vorzustellen ist (Samstag ist der nächste Blog) in den Ruinen der alten Stadt sitzen und über die damalige Hochkultur der Katharer sinnieren. Ob  im beruflichen Sinn eines Historikers oder im Sinn von selbst Erlebtem eines Reinkarnierten darüber darf gerne gerätselt werden.

Wie es da heute aussieht?

Siehe zum Beispiel: http://www.google.de/imgres?client=firefox-a&hs=szJ&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&biw=1366&bih=703&tbm=isch&tbnid=pKFNb9lahB21iM:&imgrefurl=http://www.bau.net/partsch/biw/alumni/2001/stetter/reisefotos/karthago.php&docid=D70OrYeIAIWHHM&imgurl=http://www.bau.net/partsch/biw/alumni/2001/stetter/reisefotos/bilder/karthago.jpg&w=500&h=360&ei=OSDsUeWMJcnVswa8qoHICA&zoom=1&iact=hc&vpx=4&vpy=400&dur=1727&hovh=190&hovw=265&tx=111&ty=179&page=1&tbnh=135&tbnw=179&start=0&ndsp=27&ved=1t:429,r:20,s:0,i:155

Ganz nah bei diesen Säulen sitzt unser noch unbekannter, (vielleicht) Historiker und gedenkt der ruhmreichen, alten Zeit des Ortes, der nun in Trümmer liegt. Denkt an das moderne Tunesien, welches den meisten Mitteleuropäern historisch nichts mehr zu sagen hat. Außer dass es dort geschützte Badestrände gibt, an denen man günstig Urlaub machen kann, wenn es bei uns kalt wird. Vergessen sind die Phönizier, einst ein bedeutendes See- und Handelsvolk. Sie waren Kaufleute und Piraten, Krieger und Krämer in einem. Mit ihrem Warenhandel beherrschten sie den gesamten Mittelmeerraum, lange bevor „Mutti“ den europäischen Märkten ihren Stil diktierte. Und was tut dieser Historiker dort?

Sitzt er in den Ruinen seines eigenen Lebens?

Hat er mit dem Ethnologen in Amerika zu tun oder mit der entführten Frau in Italien?

Oder – weder noch?

Fragen über Fragen.

Wenn ihr Fragen habt, freue ich mich auf Meldung, Kommentare, Likes, Votings.

Eine schöne Woche.

PS: Der Artikel war eigentlich für Morgen geplant. Das passiert, wenn man bei der Hitze den Knopf „Speichern“ mit „Publizieren“ verwechselt. Na, dann soll es wohl so sein 🙂