XXX von 50

It´s done.

Jep, Korrektur abgeschlossen! Um nicht in Widerspruch, mit früheren Blogbeiträgen zu geraten hier der diskrete Hinweis, dass dies nicht aus Ehrgeiz, sondern aus schnöder Neugier geschah.
Denn ich wollte wissen, wie die Geschichte endet.

Dass ich sie selbst geschrieben habe? Ändert nichts. Wenn ein Skript ein Jahr gelegen hat, ist es, in manchen Aspekten, ein fremder Text geworden. Man erinnert sich nicht an alles. Deshalb ist es, nebenbei bemerkt, gut, Texte liegen und reifen zu lassen. Man liest sie deutlich distanzierter.

Es kann sich trotzdem, um ein schlechtes Manuskript handeln, das voller wirrer Fantasien steckt. Da ja der Beurteiler, die gleichen Schablonen verwendet, wie der Ersteller, aber he! Der aktuelle Beurteiler ist zufrieden 😉

Wo ich ein Problemchen sehe, ist beim Ende. Nicht, dass ich es schlecht oder falsch gestaltet empfinde – ich würde von herausfordernd sprechen. Ihr werdet es mir rückmelden …

Aber ein bisschen dauert es noch. Denn erst kommt das „richtige“ Korrektorat, dann das ganze Layout-Gedönse und dann erst der Spiegel-Bestseller-Rang.

Was man wissen muss ist, es handelt sich erneut, um ein „Krimi-Märchen“, wie ich das Genre freimütig taufen würde. Denn es erzählt von Helden, Legenden und Abenteuern, wie es sonst nur Märchen vermögen.
Nur, dass der Held, dieses Märchens, gerne Whiskey trinkt und statt dem Zauberstab, mit einer 45er wedelt.
Ich fand´s unterhaltsam 🙂

Habt einen schönen Sonntag

PGF

Zeit der Gedichte

… scheint vorbei.
So zumindest erscheint es mir, wenn ich zurückblickend betrachte, wie, aus diesem Blog, nach und nach die Verse verschwunden sind.
Irgendwann waren sie weg, waren sie verstockt, verschwiegen, weg gesperrt. Irgendwohin – wo ich keinen Zugriff mehr auf sie habe.
Das ist nicht schlimm.
Alles hat seine Zeit.
Schwer an diesem Gedanken ist, dass auch das was mir jetzt leicht von der Hand geht und gefällt, irgendwann schwindet, rostet und verfällt.
Es ist gut, sich dies nicht allzu bewusst zu machen. Es hemmt nur, macht unglücklich und verdirbt die Freude am unbedachten Spiel, mit was auch immer.
Aber, um die Verse tut es mir manchmal leid, weil Verse auch ein Lebensgefühl sind. Sie beruhen auf einer bestimmten Empfindsamkeit, einem fragilen Glück, einer distanzlosen Sinnlichkeit, die sich unentwegt in die Welt verliebt, ganz blind dafür, ob die Welt sie nicht verlassen wird.
Zuletzt kommt es auf die Verse nicht an: wenn die klingenden Worte ausgehen, kann es auch Farbe sein oder klingender Ton oder Rotkohl im Wok.
Wichtig ist nur, Teil des Schöpferischen zu sein, sich ihm anzuschließen und zu widmen, im Sinn einer tiefen Lebensbejahung.
Oder nicht?

10/21 PGF

26 von 50

Im Ofen knistert bald ein Feuerchen, zu dem ich entspannt meine Beine hochlegen werde, denn ich befinde mich im Pensum.
Nicht im Pensum befinde ich mich, was meine Aktivitäten bei WordPress angeht oder bei der Altersvorsorge oder bei „stürz dich ganz auf eine Sache“ – da nicht.
Ich suche den Ausgleich, nicht das Limit.
Deshalb steht oben, beim Titel, nicht 29 von 50 oder 32 von 50. Wäre drin gewesen, mit: dem Ehrgeiz freien Lauf lassen. Aber die Dinge brauchen ihre Zeit.
Ich sehe zum Fenster hinaus und sehe, wie die Blätter einer hochgewachsenen Birke unruhig im Wind zittern, während hinter ihnen Regen schwere Wolken vorbeiziehen.
Das ist eine gute Zeit für eine Tasse Tee und eine gute Zeit fürs Lesen. Aber auch eine gute Zeit zum Schreiben. Die richtige Geduld, die richtige Einstellung, für einen Text, habe ich zwischen November und Februar, wenn die Welt uns zurück zu uns selbst treibt.
Zeit fürs Feuer und den Ofen und die Stille.

Habt es gut
PGF