#120 Eine Geschichte (10)

„Der Brief, den sie bei sich hatte? Ein langer Bittbrief, dass er sie in Ruhe lassen soll. Sie hatte Angst vor ihm.“
Brück betrachtete den Brief in ihren Händen.
„Cool! Eine Beziehungstat. Dann sind wir raus! Für so etwas brauchen die nicht Interpol.“
Mathews sah aus, wie jemand der zufrieden seinen Koffer packt, um abzureisen.
Jose kam zu Ihnen.
„Na! Hast du dich beruhigt.“
Er legte seinem Kollegen aus England, freundschaftlich seine kräftige Hand auf dessen Schulter.
„Ich bin immer ruhig“, behauptet Mathews. „Wir sind fertig hier.“
„Dachte ich auch. Die Leiche ist übersät mit forensischen Beweisen: Haut unter den Fingernägeln, Haare, alles was das Ermittlerherz begehrt.“
„Perfekt, dann übernehmen die Hiesigen.“
Der Engländer machte sich zum Gehen bereit.
Jose schmunzelte. Er liebte es Mathews zu ärgern.
„Nein, eher nicht.“
Mathews stoppte, wie erhofft war er genervt.
„Und, weshalb nicht?“
„Ich habe einen Anruf bekommen: unsere IT konnten einen Teil von Daniels Aufzeichnungen aus Bolivien finden. Einige Word-Dateien auf seinem Laptop.“
„Und?“
„Terrorverdacht.“
Mathews sah auf.
„Doch ein verrückter Einstein?“
„Ja, mit Matrixbombe, welche das Ende der Welt einleitet.“
„Was hat er gestohlen? Ein Tröpfchen Anti-Materie aus CERN? Ein schwarzes Loch, welches die Erde verschlingt?“
„Nahe dran. Daniels muss sich in Bolivien einen Drogentrip gegönnt haben. Anschließend muss er, was er in CERN erforscht, in einem ganz anderen Licht gesehen haben. Er wollte einen Artikel für „Science“ schreiben, mit dem Titel „Das Toben der Zeit“, hat ihn aber gelöscht. Unsere IT hat ihn aus dem Papierkorb wiederhergestellt.“
Inge hob den Brief hoch.
„Also hat er mit ihr nur angefangen?“
„Das“, befand Mathews, „sollten wir ihn möglichst schnell fragen.“

08/19 PGF

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