#118 Eine Geschichte (8)

Die Frau lag zwischen den Weinreben und eine große Lache, als wäre es frisch vergossener Wein, umgab ihren Körper. Sie war gewiss hübsch, als sie noch lebte. Jetzt war der Glanz in ihren Augen, das Lächeln um ihren Mund, der Duft ihres Haares nur noch zu ahnen. Eine Pistole lag in der Nähe ihrer Hand. Auf den ersten Blick war nicht zu erkennen, ob sie ihn benutzt hatte oder ob er gegen sie verwendet worden war.
Ordnungsgemäß umgaben den Leichnam kleine Kärtchen, mit Zahlen, welche die Beweisstücke kennzeichneten. Der Gerichtsmediziner fotografierte noch einmal und steckte die Kamera weg.
„Kann mal jemand diese verfickte Leiche wegräumen?“ Polterte Mathews. Sein Blick ging über die Gesichter der Anwesenden. „Ich will heute, irgendwann noch etwas essen.“
Inge fasste ihn am Arm und zog ihn zur Seite. Sie und Jose waren gerade in dem Moment angekommen, als er das Polizeipräsidium verließ.
„Halt dich mal etwas zurück, sonst platzt dir noch dein Magengeschwür.“
„Dann platzt es halt!“
Mathews winkte ab.
„Scheiße ich kann so nicht arbeiten. Als ich kam, lief ein halbes Dutzend Beamter, wie blöde durch die Gegend. Die haben alles niedergetrampelt. Da kann später keiner mehr einen Fußabdruck zuordnen.“
„Ja, aber der Brief in Ihrer Tasche, ist ja schon mal ein Hinweis.“
„An Jack Daniels? Das ist doch ein Witz!“
„Nein, ist es nicht. Der Mann hatte als Kind, Eltern der wilden Achtziger, Fans von Mötley Crüe. Wie für Tommy Lee, war das wohl ihr Lieblingsgetränk.“
„Von wem?
„Du kennst Mötley Crüe nicht?“
„Nein!“
„Eine Bildungslücke, es war die Glam Metal Band.“
„Und unser Mann aus CERN, hatte solche Eltern?“
„Yep! Und keiner weiß, ob seine Gene nun das Milieu geschlagen haben oder Neues nur im Chaos entsteht.“
„Und was steht in dem Brief?“

08/19 PGF

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