#104 Stiller Abend

Die zurückliegenden drei, vier Jahre waren sehr intensiv, sehr arbeitsreich und (je nach Perspektive) erfolgreich.
Aber nicht ohne Preis.
Wenn man so mitten drin ist, im Lärm und im Jubel, öfter getrieben als gestaltend, getragen vom Gedanken, dass einer „die Dinge“ verantworten muss, vergisst man, wie leer Leben ist.
Wir spielen Spiele.
Das ist gut, es ist, wie Geschichten schreiben, nur das man die eigene schreibt. Man schreibt, als würde nie „Ende“ stehen. Aber die dicksten Bücher enden und die schönsten Kapitel enden nicht immer glücklich.
Die Hoffnung trägt.
Dazwischen liegen stille Abende, wie die leeren Zeilen und Seiten, zwischen Kapiteln. Hastig überblättert, doch kostbar. Träume die ihren Weg nicht aufs Papier finden. Stille, in der die Seele rein wird und unschuldig.
Vom Zeitlichen zum Ewigen sich wendet.
Schwer zu fassen, schwer zu dulden, weil im Stillen alles laut wird: all die Fragen, Sehnsüchte, das Vergängliche, du, die Einsamkeit zuletzt …
An stillen Abenden.

08/19 PGF

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