#99 Gründe

Damit man besser über dich urteilen kann, musst du wissen, was du tust, warum du es tust, wie du es tust.
Wenn du das beachtest, mag jeder denken was er will, weil du deine Gründe hast. Deine Gründe sind dein Kompass, dein Gut und Böse in einer Welt, die verloren hat oder fanatisiert einfordert, was sie verloren glaubt: eine Moral.
Aber Moral ist ein hässliches Ding, meist egoistisch und manipulativ.
Wenn du dir über deine Kausalitäten bewusst bist, ist alles andere bedeutungslos.

Künstler drängen oft, viel zu früh an die Öffentlichkeit, wenn sie glücklich sind, über die ersten Früchte ihrer Kreativität.
Aber sie wissen nicht, wie es gelang und deshalb verunsichert oder vernichtet sie Kritik.
Zu wissen, wie weit man ist, zu wissen, wie viel man gelernt, geübt hat, um einen bestimmten Punkt zu erreichen ist, wie ein Schild.
Verzichtet man darauf, muss man auf die Güte eines Umfelds hoffen, dass die Lernschritte, die Fehler und Entwicklungen, wohlwollend und mit viel Nachsicht betrachtet.
Trägt man es in der Hand, verfolgt man heiter, die Irrtümer eines Urteils und wird sicherer im Urteil über sich selbst.

07/19 PGF

5 Kommentare zu “#99 Gründe

  1. Nach Stunden und Stunden in gefühlter Gluthitze – die angeblich weniger schlimm als gestern und vorgestern gewesen sein soll, was ich nicht glauben möchte – auf dem Baseballplatz bin ich zur Kommentierung oben stehender Zeilen – wiewohl sie mir gut gefallen – nur noch insofern in der Lage, dass ich sagen kann, dass ich mich in meinen Texten allein deshalb tunlichst um Freundlichkeit bemühe, weil ich niemanden „verunsichern“ oder „vernichten“ möchte. 🙂

    Abseits dieser Tatsache sei gesagt: Nach #99 nähern wir uns unweigerlich #100 – Kinder, wie die Zeit vergeht – ich werde alt … 🙂

    • Ja siehste mal so undankbar ist man/ich, dass man die schönen und wertvollen Kritiken vergisst. Habe bei dir noch nie eine Kritik gelesen, die nicht wertschätzend gewesen wäre und im besten Sinn den Grundsatz von Hermann Hesse erfüllt: wo ich nicht loben kann da schweige ich. Oder und auch das schätze ich: ich für mich kann damit nichts anfangen ( eine Kritik die jeder aushalten muss, der sich für die Öffentlichkeit entscheidet. So war Nr. 99 auch durchweg als Rückstärker für die Zaudernden gedacht und letztlich gar nicht mit kritischem Blick auf den kritischen Blick. Und eigentlich ein Appell an alle.
      Tatsächlich ist es vermutlich zu heiß, das macht mich unleidlich.

      100? Tatsächlich? 🧓

  2. Ich glaube das gilt nicht nur für Künstler oder für Menschen, die im künstlerischen Bereich tätig sind. Das klingt irgendwie verdammt hart nach Leben…. Als Alternative zur (brotlosen 😉 ) Kunst, kann ich Therapie nur empfehlen 😀

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