#64 Grundton

Ich glaube, dass jeder Text, auf einem Grundton beruht, der nicht nur mit dem Stil, nicht nur mit dem/n Handlungsfa(ä)den zu erklären ist, sondern der Melodie eines Denkens entstammt, welches ihn erzeugt.
Ob in der Musik, ein Ton/Thema genügt, kann ich nicht beurteilen, mir erscheint zumindest im Bereich der Klassik, jede Sinfonie darauf zu beruhen, dass sie ständig Tempo und Dramatik verändert. Bei Texten verhält es sich anders.

Beim aktuellen Skript ist dies zur Zeit mein vorrangiges Problem. Ich befinde mich mit meinem Raumschiff Schreibsurprise in den unendlichen Weiten von 1595 Normseiten und der Rand des Universums scheint noch nicht erreicht.
Während ich mit den einzelnen Kapiteln, um im Bild zu blieben, den fernen Welten, sehr zufrieden bin, rattert meine Schwingungsfrequenz zwischen den Gestirnen erheblich.
In der Anschauung des Nada Brahma (Die Welt ist Klang) verfügt jeder Planet über einen eigenen Grundton, eine eigene Schwingung die ihn ausmacht. Ich bin dabei einen ganzen Kosmos auf diesen Grundton zu vereinen, weil ich überzeugt bin, dass der Text nur funktionieren wird, wenn dieses Grundelement alle Einzelteile unsichtbar verbindet.

Kann mir noch jemand folgen?

Jedenfalls, wie bunte Stein, in einem Mosaik zusammengefügt, ein Bild ergeben, ergibt sich aus der Summe an Szenen und Charakteren, die ich am zusammensetzen bin, nur dann ein Bild, wenn ich diesen Ton nicht verliere, wenn ich ihn, bis zum Ende, halten kann.

06/19 PGF

14 Kommentare zu “#64 Grundton

  1. Das kommt mir vom Malen her bekannt lieber Peter. Spezieller, um ein farbliche Harmonie zu erreichen, sollte von jeder verwendeten Farbe etwas auf dem Gesamtbild verteilt sein. Doch es gibt immer eine „Königin“, die von den umgebenden erhöht und gestützt werden. Grußi.

    • Lieber Arkis, das kann ich sehr gut nachvollziehen.
      Aber sind es nur die Farben oder auch der Pinsel von Dicke und Struktur bis zum Anpressdruck, die stimmig sein müssen?
      (Von einem geschrieben der über Strichmännchen nicht hinausgekommen ist … 😉 )

  2. …. meine Hochachtung! Was du beschreibst, ist, wie mir scheinen will, schon ein reifes Ergebnis unermüdlicher Produktivität. Es ist eben nicht nur Geschenk der Inituition, scheint mir, sondern auch eine Art erstrittenes Anrecht auf die Rolle der Regie in seinem eigenen Stück, wenn etwas „rund“ wird. Gute Landung auf dem Planeten Deiner Inspiration wünscht Dir Doris

  3. Um ehrlich zu sein, kenne ich ein ähnliches Problem beim Rollenspiel. Spielleiter_in will etwas deutlich machen und hat zwei Optionen: Entweder sich eines Klischees bedienen, welches jeder kennt und kurz und prägnant ist (wäre in einer Kampfszene sehr hilfreich) oder ausgefeiltere Beschreibungen, die jedoch länger dauern und nicht zu viele fremde Elemente enthalten dürfen. Wie immer kann ich halt nur für “Die bunte Mischung machts” plädieren. Aber wie und wo die statt findet, ist denke ich auch eine Kunst. Ich persönlich bin immer sehr froh, wenn es weniger Klischee gibt und mehr neues, da dürfen es auch gerne ein paar Seiten mehr sein

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