#32 Eine ziemliche Verschwendung von Lebenszeit

Augenblicklich fühlt sich die Arbeit am Skript an, wie eine ziemliche Verschwendung von Lebenszeit. Meinerseits, durch die Zeit, die mich das Schreiben kostet, auf der anderen Seite bezüglich der Zeit des Lesers, falls er versuchen wird das Buch zu lesen. Wenn es entsteht. Wenn es veröffentlicht wird.

Letzte Woche habe ich Teil 3 abgeschlossen. Damit dürfte ich mich in der Mitte befinden, denn Teil 4 hat nochmals einen ordentlichen Umfang und auch Teil 5 lässt sich nicht lumpen.
Es geht bei meiner Skepsis wenig, um die Idee, den Plot halte ich für gut, es die Frage der Ausführung. Der Frage nach der Kraft, die für die Ausführung nötig ist.

Wenn ich nur an die, zum Teil hemmungslose, Kritik bei den Aurumer-Bänden denke: „Einen Stern gebe ich für die Mühe, die der Autor sich gegeben hat“ – Fick dich!

Es stellt sich die Frage, ob man sich das antun muss, ob ich mir das antun soll.
Die erste Ausarbeitung wird mich das gesamte Jahr 2019 in Beschlag nehmen. Bedeutet, bis auf wenige Wochen, neben dem Erwerbsberuf, verteilt auf sieben Tage, etwa 14 Stunden „Hobby“ haben.

Damit ist die erste Überarbeitung geschafft.
2020 wird für die Überarbeitungen 2 und 3 draufgehen.
2021, zumindest die 1. Hälfte, für die Finalisierung.
Dann werde ich einen ordentlichen 4-stelligen Betrag in ein Lektorat investieren, bei dem ich, wie ein Luchs aufpassen muss, dass ich keinen Schrott abgeliefert bekomme. Und, wenn dann Cover und Layout nach vielen Nachbearbeitungen stehen und irgendeiner überhaupt merkt, dass ein neues Buch auf dem Markt ist, kommt ein Profi-Kritiker um die Ecke mit „Einen Stern gebe ich für die Mühe die der Autor sich gegeben hat“ – … und kommt sich total schlagfertig vor.

Genau genommen macht nur das Schreiben Spaß. Jenes Schreiben, welches dem Spielen gleicht, weil es für den Moment wunderbar unterhält und keinem Ziel unterworfen ist. Mit dem Veröffentlichen beginnt der Ernst des Lebens, beginnt der Existentialismus des Autors.

Nun, es wird an der Müdigkeit liegen und daran das ich urlaubsreif bin. Es wird auch am eigenen Anspruch, der Erwartungshaltung liegen und an der Dummheit Rezensionen zu lesen. Vermutlich sollte man nicht mehr tun, als mit seinen Probelesern im Kontakt stehen, die ihre Kritik immer mit dem Respekt vor der Arbeit verbinden, die hinter jedem Buch steckt.
Mut und Arbeit.

04/19 PGF

4 Kommentare zu “#32 Eine ziemliche Verschwendung von Lebenszeit

  1. so ist es, lieber pe, und wenn es das schreiben ist, was dir spaß macht – dann mach genau das! was auch immer dann damit wird. du wirst leser finden und ganz bestimmt auch solche, die sehr viel freude mit deinem buch haben werden! kopf hoch und wenn nötig, mal innehalten und in dich hineinhorchen, was du willst und was gut für dich ist. 🙂
    und nichts um rezensionen geben. was solls? 🙂
    und: weiterschreiben!
    liebe frühlingsgrüße von diana

    • Ja liebe D, schauen wir mal, wie es wird. Für den Moment gilt Abstand und Besinnung sind aktiviert und werden ihre Wirkung tun.
      Inmitten einer, auf Glanz orientierten Online-Welt mag ein Tupfer Frust nicht schaden.

      Sonnigen Sams und Sonn
      Pe 😎

  2. Es betrifft zwar nicht ganz dem Genre des geschriebenen Wortes, aber ich lese mir ja hin und wieder gerne Filmrezensionen durch um zu entscheiden ob sich so ein Kinobesuch wirklich lohnt. Was soll ich sagen, sämtliche Printmedien haben ihre eigene Art zu rezensieren. Die Süddeutsche schmückt die Rezensionen blumig aus wohingegen die Zeit schlicht wegen jeden Film bemängelt und nahezu unterirdisch findet. Denke mal urlaubsreif war und bleibt das Stichwort dafür, dass du vlt. von deinem Werk ein wenig Abstand brauchst…

    • Liebe wordBUZZz wie meist schreibe ich retrospektiv, die Rezi liegt schon länger zurück und der Pausenmodus ist aktiviert. Die Unmutsäusserung liegt also schon im Verarbeitungsmodus. Aber es hilft und mag auch anderen helfen, zu formulieren dass der Schreibprozess keine Abfolge von Erfolgsmeldungen ist, sondern durchaus frustrane Momente aufweist.
      Die Sonne scheint, was will man mehr und danke für den Zuspruch 😉

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