#24 Zwischen den Zeilen

Das darf man niemand verraten, das alle Zeilen Blut sind und alle Worte Tränen, dass die Sätze aus Wunden fließen und aus der Seele die trauert.
Es darf niemand ahnen, dass selbst die fröhlichsten Absätze, wenn man sie ganz zurück verfolgen würde, dem Schmerz entstammen und seiner Überwindung.
Nur die Illusion, dass der Autor irgendein lustiges Spiel betreibt, wenn er Bücher verfasst oder Kunstgriffe erlernt hat, wie Affen Kunststücke lernen, damit er seine Gedanken damit zum Besten geben kann, sorgt dafür, dass der Leser nicht wegsieht. Denn der Mensch sieht nur hin, wenn er sich Mitleid für sich selbst erhofft, sonst sieht er lieber weg, dorthin, wo ihn etwas lustiges lockt.
Das Heilsame jedes Buchstabens ist, dass er geschrieben wurde, um zu verstehen, wenn er gelesen wird, um zu begreifen.

03/19 PGF

12 Kommentare zu „#24 Zwischen den Zeilen

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