#22 In the middle of nowhere

Der Mittelteil ist der Mittwoch des Schreibprozesses. Der Anfang, der Schwung liegen zurück, das Ende, die Vollendung sind nicht in Sicht.
Man ahnt, wie sich für den Leser, die Zahl der Seiten unangenehm streckt, kann aber den Mittelteil nicht auslassen. Geschichten sind keine Kopffüßler.
Deshalb bleibt?
Straffen und Verschönern. Der Mittelteil darf keinen Ballast tragen. Er muss Anfang und Ende sinnvoll verbinden, so wie ein gelebtes Leben, Geburt und Tod sinnvoll verbindet.
Es gilt alles zu streichen, was nicht nötig ist und alles was nötig ist, so schön zu gestalten, dass der Leser die bloße Zweckhaftigkeit nicht spürt. Vielmehr bei jeder Wendung denkt: Ach ist das spannend! Wusste ich noch nicht! Oder: Toll formuliert.
Einen tollen Anfang zu gestalten, einen hochdramatischen Schluss, gelingt durch eine glückliche Eingebung. Aber „in the middle of nowhere“ bewähren sich nur die zähen Geister.

03/19 PGF

7 Kommentare zu “#22 In the middle of nowhere

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