#10 Schweigen

Wenn man schreibt, gibt man zu viel preis. Man wird eitel durch das Schreiben, weil man immer von sich redet, egal worüber man schreibt, egal, in welche Figur oder Geschichte man schlüpft.

Das kann unterhaltsam sein, für den der es liest und als Spiel, für den der schreibt, aber dem Geist ist es abträglich.

Der Geist gewinnt, wenn er schweigt, wenn er kein Urteil verrät, seine Gedanken verheimlicht und die Welt nicht mit Worten in unterschiedliche Erscheinungen trennt.

Aber es ist auch einsam, wie Tiere einsam sind, weil sie von der Sprache ausgeschlossen, nicht mit anderen teilen und austauschen können, was sie denken und fühlen.

Irgendwo dazwischen, zwischen animalischer Einsamkeit und menschlicher Eitelkeit, gilt es einen Platz zu finden.

02/19 PGF

2 Kommentare zu “#10 Schweigen

    • Ist in Arbeit 😊 Ein Wälzer … am besten du planst schon mal 6 Wochen zum Probelesen … 😉 bin auf Normseite 700 und noch kein Ende in Sicht 🏊‍♂️

Schreibe eine Antwort zu pgeofrey Antwort abbrechen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.