Das ist ja nicht zu viel verlangt …

Soderle! Dann sagen wir mal Adieu 2018 und herzlich Willkommen 2019.
Auch – wenn nur eine Illusion, macht die Betrachtung Spaß, als würde mit dem neuen Jahr irgendetwas neu werden.

Zurückblickend, verbeuge ich mich für eure Besuche, Kommentare und Likes, beziehungsweise werfe Blumen und applaudiere schwer beeindruckt über eure Beiträge.
Wordpress bleibt eine tolle Möglichkeit des Austauschs!

Das Kommende sei auf zwei Punkte reduziert! Man steht ja vor dem neuen Jahr, wie an der Engstelle eines Trichters und kann die Fülle an Möglichkeiten gar nicht überblicken.

Mit dem heutigen Tag ist das 1. Buch, der fünf zu schreibenden, abgeschlossen und es bleibt eine gewaltige Aufgabe an dieser Idee dran zu bleiben. Aktuell schwanke ich noch, ob ich, zu dem was man als Schwäche monieren wird, vorab Erklärungen setze oder es mache, wie in der Liebe, wenn man klug ist: man muss nichts erklären! Wenn die Zuneigung stimmt muss man nichts erklären. Liebe fühlt den Sinn.

Punkt zwei betrifft das Bloggen und ich käme damit zum Titel dieses Beitrags.
Tatsächlich habe ich noch keinen Frieden damit geschlossen, das Bloggen einzustellen, auch, wenn der Zeitgewinn immens ist. Aber (dachte ich mir heute), das ist ja nicht zu viel verlangt, wenn ich mir, für ein Jahr, 52 Beiträge vornehme, einen die Woche, ganz entspannt, immer wenn es passt, um ein bisschen zu informieren, übers Leben, das Manuskript und die Selbsterkenntnis.
Dies nehme ich als Vorsatz mit ins neue Jahr.
Und zumindest habe ich, was das Manuskript angeht, eine kleine Themenreihe, die für jeden Schreibenden interessant sein mag, weil es um Fehleranalyse eines Textes, Bewertung und Lösung geht.
Das Leben – nun, man muss nur offene Ohren fürs Narrative haben.

Somit komme ich, zu jenen Zeilen, die mich, um diese Zeit, immer beschäftigen und gebe sie euch gern, verbunden mit dem Wunsch auf ein wunderschönes 2019 für euch, mit in die Nacht zur Jahreswende!

PGF

Ein Mann gibt Auskunft

Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Du wußtest, was ich wollte, stets und gehst.
Ich wünschte zwar, ich könnte dir’s erklären,
und wünsche doch, daß du mich nicht verstehst.

Ich riet dir manchmal, dich von mir zu trennen,
und danke dir, daß du bis heute bliebst.
Du kanntest mich und lerntest mich nicht kennen.
Ich hatte Angst vor dir, weil du mich liebst.

Du denkst vielleicht, ich hätte dich betrogen.
Du denkst bestimmt, ich wäre nicht wie einst.
Und dabei habe ich dich nie belogen!
Wenn du auch weinst.

Du zürntest manchmal über meine Kühle.
Ich muß dir sagen: Damals warst du klug.
Ich hatte stets die nämlichen Gefühle.
Sie waren aber niemals stark genug.

Du denkst, das klingt, als wollte ich mich loben
und stünde stolz auf einer Art Podest.
Ich stand nur fern von dir. Ich stand nicht oben.
Du bist mir böse, weil du mich verläßt.

Es gibt auch andre, die wie ich empfinden.
Wir sind um soviel ärmer, als ihr seid.
Wir suchen nicht, wir lassen uns bloß finden.
Wenn wir Euch leiden sehn, packt uns der Neid.

Ihr habt es gut, denn Ihr dürft alles fühlen.
Und wenn Ihr trauert, drückt uns nur der Schuh.
Ach, unsre Seelen sitzen wie auf Stühlen
und sehn der Liebe zu.

Ich hatte furcht vor dir. Du stelltest fragen.
Ich brauchte dich und tat dir doch nur weh.
Du wolltest Antwort. Sollte ich denn sagen:
»Geh!«

Es ist bequem mit Worten zu erklären.
Ich tu es nur, weil du es so verlangst.
Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Und wer kommt nun? Leb wohl! Ich habe Angst.

E. Kästner

Quelle: http://www.savoy-truffle.de/erich/texte.html

16 Kommentare zu “Das ist ja nicht zu viel verlangt …

  1. Es ist zwar schon der 13.01 aber dennoch Frohes Neues! Ich mag den Gedanken hinter Silvester mit Dingen offiziell abschließen zu können. So ein fixer Termin kann helfen, muss aber nicht immer und ich denke da liegt dann auch das Problem. Dinge brauchen Zeit und man sollte sie dann wieder auch nicht vom Zaun brechen wollen. 52 Beiträge klingt übrigens absolut vernünftig^^

    Viel Erfolg übrigens fürs nächste Buchprojekt

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