Aus der Stille

Ich glaube, wenn man gar niemand hat, der einem liest, schreibt man viel freier. Man singt sein Lied, wie kleine Kinder es tun, die sich gerne selbst hören oder, wie selbstvergessene Erwachsene unter der Dusche.
Sobald jemand liest, beginnt die Unsicherheit. Zumindest, wenn man auf die bewährten Schablonen verzichtet, auf die typischen Geschmacksverstärker.
Man zieht die Hand zurück, wie bei einer Abstimmung, bei der man sie allein hebt.
Aber, wie soll so etwas Neues entstehen?
Etwas, das zu neu und zart ist, für Spott und Kopfschütteln und für das Unverständnis der Stimmungsmacher.
Ganz bei sich, schreibt man Zeilen, die vielleicht nie jemand liest oder die, wenn sie entdeckt werden, Menschen auf besondere Weise berühren.

12/18 PGF

11 Kommentare zu “Aus der Stille

  1. Ja – es wäre schön, mögliche Bewertungen von Lesern gar nicht im Kopf zu haben (und auch nicht im Gefühl…) während man schreibt. Doch es ist auch schön, wenn gelesen wird und gerade dann, wenn feedback kommt. Für mich selbst schreibe ich ehrlicherweise höchstselten.

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