Das Siegel

Wenn es dann dasteht, wirkt es ganz einfach und man ahnt gar nicht mehr, dass es Jahre gedauert haben kann, die Worte zu finden, die nötig sind, um ein Gefühl, eine Einsicht, einen Gedanken auszudrücken.
Und es ist ja auch nicht fassbar, worin die Schwierigkeit gelegen haben soll. Denn die Worte waren ja da, die Gedanken waren es auch. Also warum soll es so schwer sein, sie in die richtige Reihenfolge, in den richtigen Zusammenhang und Rhythmus zu bringen?
Aber es ist schwer und die meiste Zeit ist es unmöglich, als wäre ein Siegel auf dieser Kammer im Inneren, welches nicht gebrochen werden darf.
Wenn das Siegel bricht und die Worte in Fluss geraten und manchmal geradezu in ein unheimliches Strömen, dann stellt sich ein Gefühl tiefer Zufriedenheit ein, während sich alles zu ordnen scheint.
Und während dann, einige sich mit dem Belanglosen aufhalten: ob die Punkte rund, die Sätze lang, die Worte fachgerecht sind, stehen auch die anderen dabei, die das fühlen, die sich mitfreuen und die, um diese Kammern wissen; und wie schwer es ist, die Schätze darin zu bergen.

09/18 PGF

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