„Wollen befreit“

Und dann liegt plötzlich ein langer Sommer vor mir und was manchem eine gewollte Freiheit sein mag, ist mir eine fragwürdige Ziellosigkeit.
Ein Rinnen der Zeit, ohne Sinn.
Ich glaube, ich bin nicht gut, in dem was unsere Kultur uns lehrt: Selbstlosigkeit, Erwartungslosigkeit, Duldung.
Ich will.
Ich fühle mich wohl damit, wenn ich es nicht für eine gewisse Zeit vernünftiger halte: nichts zu wollen, um mich zu erholen.

Zu wollen, sich sehnen, neugierig sein, all das ist mir viel willkommener, als die abwartende Unsicherheit, was man darf oder nicht, was man soll oder nicht.
Man lebt – und alles andere ist ungewiss – nur einmal.
Und es gibt ja auch ein gemeinsames Wollen, welches eine unglaubliche Kraft entfaltet.

Es gibt ein Selbst, welches andere mitzieht.
Es gibt eine Erwartung der Liebe, die voller Hoffnung und Vorfreude ist.
Es gibt ein Unduldsamsein, mit Intoleranz und Dummheit oder Mangel an Werten.

Jetzt liegt dieser Sommer vor mir –
und ist das nicht die Zeit, in der die Dinge von allein wachsen?

07/18 PGF

Ein Kommentar zu “„Wollen befreit“

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