Und dann geht die Kraft langsam aus

Vielleicht hat sich die deutsche Nationalmannschaft in der 90. Minute so gefühlt:
Irgendwann geht die Kraft aus. Egal was später Kritiker sagen, sogar egal, was man selbst später denkt, bei jedem Projekt, jedem Werk, jedem Ziel erreicht man den Punkt, da man, mehr nicht geben kann, da man leer geworden ist.

So geht es mir auf der Zielgeraden jeder Veröffentlichung.
Ich habe heute nochmals das Layout des Prints überarbeitet, auf Fehler durchforstet, sie behoben, vielleicht übersehen, vielleicht neue geschaffen und jetzt ist es gut.
Jetzt steht wirklich: „Ende“ darunter. Ob ich es gut gemacht habe, entscheiden andere. Ich kann nur feststellen mein Bestes gegeben zu haben und damit muss ich es gut sein lassen.

Das kann ich nur jedem ans Herz legen: Wenn man zufrieden und gesund bleiben will, muss man Schlusspunkte setzen. Es höhlt sonst aus.
Die Erschöpfung ist dann nicht schlimm, es ist eine intrinsische Bestätigung des Erreichten.

Ich habe mich manchmal schon gefragt, ob die ganze Sehnsucht, die schöpferische Lust, nur auf diese Erschöpfung abzielt, so wie Pflanzenwuchs mit der Frucht endet und die Pflanze Blatt und Wuchs opfert, wenn nur die Frucht gelingt.

Im IGing gibt es zwei sehr schöne Kapitel zu diesem Thema. Eines davon heißt „Vor der Vollendung“ und es mag europäisch sein, darauf erwartungsvoll zu zusteuern. Im Buch der Wandlung ist dieses Hexagramm kein „erfolgreiches“, sondern ein mahnendes …

Euch möchte ich an dieser Stelle, für eure Likes und Kommentare und euer Interesse danken! Denn die bilden, nach der Erschöpfung, einen nicht unerheblichen Anteil an der Lust „wieder loszulegen“.

Danke dafür!

PGF 06/18

6 Kommentare zu “Und dann geht die Kraft langsam aus

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