Ab einem unbestimmten Punkt

… von da an wusste ich, ich würde nur noch treiben. Wie Blätter, auf dem Wasser treiben.

Nicht dem Wasser eines großen Stroms, sondern einem unscheinbaren Rinnsal, welches ein Stückchen weit, einen Feldweg begleitet, bis es abbiegt in eine Wiese und dort im Dickicht verschwindet.

Auf solch einem kleinen Fluss würde ich dahin treiben und mich unruhig drehen, wenn mich ein Wirbel packt – und, wenn ich hängen bleiben würde, an einem dürren Ast, der ins Wasser ragt oder liegen bleiben, auf einem verlandeten Stück Flussbett, dann würde es nur auf Zeit sein, bis der nächste Regen kommt, die Strömung groß genug würde, um mich mitzureißen.

Ich würde die Welt betrachten und unter wechselnden Himmel lieben lernen und dem unbekannten Ziel entgegen fließen …
und als ich das begriff, verstand ich, dass es allen so geht, ob sie es wissen oder nicht, ob sie ihre flüchtige Zeit verschwenden oder es mit dem Lieben versuchen …

und ich strömte still unter blauem Himmel dahin.

06/18 PGF

2 Kommentare zu “Ab einem unbestimmten Punkt

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