Die Stille der Gedanken

Habe ich dir je, von dieser wundervollen Stille der Gedanken erzählt?
Still! Nicht stumm.
Stumm sind die bedrückenden Gedanken, die sich sammeln im Kopf, wie Hummeln im Glas.
Nein, ich meine, die Stille der Gedanken, wenn ich:
in der Welt bin und nichts in sie hinein tue.
Also nicht Schönheit oder Unrecht oder Lust.
Wenn die Welt einfach ist, mit ihren Steinen, Pflanzen, Geschöpfen – und mir.
Ich falle dann mit dem Regen, ich singe mit den Vögeln, ich wandere mit dem Wind; und kein Lärm in meinem Kopf stört uns.
Auch keine Worte.
Es ist, wie es ist.
Es muss nicht anders sein.
Ich muss nicht anders sein.

Und weist du, was das Verrückte daran ist?
Es ist so schön, dass ich davon erzählen will!
Und im gleichen Moment,
da ich ein erstes Wort zu suchen beginne,
ist die Stille der Gedanken vorbei.

05/18 PGF

10 Kommentare zu “Die Stille der Gedanken

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