Irgendwie

… habe ich es ja geahnt.

Als am Schluss von 2017, meine Zahlen bei wordpress, so gut waren, wie in keinem Jahr davor, habe ich mir überlegt, den Blog zu schließen. Es geht nicht immer aufwärts (so einen Unsinn denken sich nur Volkswirte und Politiker aus), irgendwann kommt die Gegenbewegung. Und den Abschwung mag ich nicht so …
Ich entschied mich dagegen, weil der Blog und der Austausch mir zu viel Freude machten.

Die ersten Monate des Jahres blieben meine Zahlen zurück, was sicher auch dem Umstand geschuldet war, dass ich weniger bei anderen las, likete und kommentierte. Aber auch daran, dass ich meine Beiträge immer mit großem Zeitdruck und (wie heute) spät am Tag schrieb. Aber das war okay.
Seit die DSGVO ihr Unwesen treibt, merke ich noch mehr Rückgang an Zahlen. Und es fällt auf mir, dass einige Blogger nicht mehr mit Beiträgen erscheinen, was ich sehr bedauere.

Prinzipiell tendiere ich dazu, dies als „Zeichen der Zeit“ anzuerkennen, mein Bündel zu schnüren und weiterzuziehen.
Aber dieses Mal nicht.
Diesmal habe ich den Ehrgeiz, auch, wenn mein Blog, das Bloggen aus der Mode kommen oder unnötig erschwert werden, trotzdem (und durchaus trotzig) weiter zu machen.
Ja, ich sehe das Problem, dass man nicht krampfhaft an etwas festhalten soll, was zu Ende geht.
Es wird nicht gehen, ohne verändern.

Ein paar Ideen habe ich.
Die Zeit wird zeigen, ob ich Zeit habe sie zu entfalten.
Bis dahin danke ich denen, die vorbeikommen und lesen, und mit ihren Beiträgen die Welt bereichern.

PGF 05/18

6 Kommentare zu “Irgendwie

  1. … nicht mehr ständig präsent sein zu wollen ist für mich persönliches Wachstumspotential… nichts geht verloren von dem was immer schon wahr war…

  2. Wie stark beeinflusst uns denn die DSGVO als WordPress-User? Zum anderen Thema: Ich denke, dass die Blogger-Szene stark von der gegenseitigen Vernetzung lebt, ausser man hat das totale Überthema für sich gefunden, welches sowieso viele Besucherinnen und Besucher anzieht. Das bedingt halt wie du selbst antönst, das gegenseitige Liken, Kommentieren, Verlinken etc. Mein Blog hat sich aus Zeitgründen, aber auch aus „Repräsentationsgründen“ eher zu einer Website mit Blog entwickelt. Vielleicht solltest du als Autor auch diesen Weg gehen, deine Werke stärker ins Zentrum rücken und in der untergeordneten Blog-Funktion vor allem über das Aktuelle berichten. Im Grunde ist WordPress ja auch nur ein CMS, das so man so benutzen kann, wie es gerade passt.

    • Lieber Pascal, ich bin nicht sicher, wie sehr die Schweizer von der DSGVO betroffen sind, da es sich um eine EU-Verordnung handelt. Mir scheint die Reaktionen sind hektischer, als notwendig.
      Den Blog in eine Website umwandeln, widerstrebt mir, da ich (wenn der Real-Life-Stress nicht zu groß ist) den Austausch und die direkte Rückmeldung sehr schätze. Ebenso schwierig finde ich die Trennlinie zwischen: meine Bücher – meine Texte – das Schreiben.
      Vermutlich werde ich den Blog, wie bisher weiterführen, mit einer gewissen Kontinuität und doch sich verändernden Themen und Nutzung.
      Nach einer Phase, da ich (in Teilen) mein Leben dem Blog angepasst habe, werde ich vielleicht jetzt den Blog meinen Lebensumständen anpassen 😉

  3. Ich finde es ziemlich erstaunlich dass der WordPress.Com Support seine User so hängen lässt.

    Ich durchforste momentan regelmäßig das Support-Forum und es gibt 29 Nutzer, die ihre Fragen stellen und es hat noch keiner geantwortet. Ich sitze das ganze Drama einfach aus, wird schon irgendwie gut werden.

    Ich finde es einfach Schade, dass so viele abspringen. Jedoch würde es ohne DSGVO glaube ich ähnlich sein, da recht selten Blogger über ein Jahr durchhalten. Zumindest kenne ich viele, die nach einem Jahr abgesprungen sind. Sie stellen wohl dann erst fest wie Zeit intensiv das Hobby wirklich ist.
    Freut mich zumindest, dass einer es ebenso aussitzt 😀

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