Wofür keine Zeit bleibt

Manchmal abends, wenn die Sterne am Himmel,
zuckend zu leuchten beginnen
und dastehen, wie von aller Zeit befreit,
als wären sie, in die Ewigkeit verankert,
damit wir, auch, wenn es dunkel wird,
die Hoffnung nicht verlieren,
nicht ganz verlieren,
dann wird mir das Herz schwer,
weil uns das Leben irgendwie nie Zeit lässt
und kaum, dass ich mich nach der Uhr umsehe,
hat es 30 Minuten, wie in eine Minute zusammengeschnürt
und ich konnte wieder nicht alles sagen
und zu Ende erklären
und vor allem nicht fragen und hören und fühlen,
was im Raum schwingt und im Herzen ahnungsvoll schweigt,
weil alles so flüchtig ist
und so gar nicht, wie oben bei den Sternen,
die still und sicher und strahlend an ihrem Platz stehen,
außerhalb der Zeit
oder uns so vollkommen überlegen, dass sie in unseren Augen
außerhalb der Zeit stehen.
Dann sehe ich nach den Sternen,
frage dich in Gedanken alles, wofür keine Zeit blieb
und tröste mich damit,
dass wir vielleicht alle mal,
wer weiß es schon,
Sterne werden.

04/18 PGF

4 Kommentare zu “Wofür keine Zeit bleibt

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