Im Rauschen des Meeres

Wir, die mit den Büchern, müssen warten, wie die Steine warten müssen, während das Meer mit ihnen spielt.
Warten bis wer kommt, der gerne Steine sammelt und nicht zum Himmel blickt und nicht zum Meer, sondern vor sich, suchend nach der einen Form und Farbe die „es ist“.
So liegen wir in der Sonne, im Regen, rutschen zwischen Wellen …
bis eine Hand nach uns greift,
uns hoch nimmt,
dreht und wendet,
den Sand und das Salz von uns streicht
und uns in die Tasche steckt und mitnimmt.
Wenn wir Glück haben, landen wir in einem Regal, mit anderen,
und werden ab und an hervorgenommen und dankbar betrachtet.
Aber es kann auch sein, dass wir, unbeachtet in einer Schublade, Staub ansetzen.
Oder uns niemand sieht und findet, oder mitnehmen möchte.
Das geschieht, nicht selten …
und dann liegen wir weiter,
mit den anderen,
im Rauschen des Meeres.

03/18 PGF

2 Kommentare zu “Im Rauschen des Meeres

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