Vielleicht

… ist dies, das große Missverständnis, welches zu all der Enttäuschung, dem Weh und dem Zorn führt:
dass Verliebtsein irgendetwas mit Liebe zu tun hätte.

Bis auf die Ähnlichkeit der beiden Worte, haben die Gefühlszustände sehr wenig miteinander zu tun. Sie sind grundverschieden.

Verliebte sind emotional, impulsiv. Es handelt sich um einen begehrenden, tendenziell narzisstischen Zustand, der sich nur vordergründig einem anderen zuwendet.
Nichts daran ist verwerflich, denn diese Triebfeder der Lust bedingt, dass wir die Fremdheit überwinden, dass wir Vertrautes ineinander suchen und entdecken, dass wir voneinander träumen und glücklich werden, wenn wir zusammen sind und beginnen uns eine gemeinsame Zukunft zu denken.

Wie ganz anders ist die Liebe: klug, umsichtig, tendenziell altruistisch (soweit dem Menschen möglich), eigentlich nur das Wohlergehen des anderen begehrend, offen, frei und duldsam.
Die Liebe zweifelt nicht am Gemeinsamen, sie verwirklicht die Träume, sie ist sicher, klar, verlässlich und weiß, dass es ohne sie, gar keine Zukunft geben kann.

02/18 PGF

7 Kommentare zu “Vielleicht

  1. wunderbar! sie beginnt wohl manchmal mit dem verliebtsein … und ein bisschen davon gehört wohl auch dazu, zu jeder liebe.
    heute nacht sagte ich zu jemandem im traum: und wenn nun die liebe gar kein zustand ist, sondern eine fortwährende bewegung?
    sonnigliebegrüße
    von d.

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