Tu still dein Werk

Es gibt diese wunderschöne Stelle in einem Morgenstern-Gedicht:

„Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts gestellt
und niemanden hienieden.“

die mich, nicht selten durch Tage begleitet.
Zum einen, weil sie sanft und nachdrücklich zum Tätigsein mahnt und nicht ermuntert, grübelnd in der Ecke zu sitzen,
zum anderen, weil sie frei macht von Urteilen: Beurteile nicht und lass dich nicht beurteilen. Denn, wenn wir es nüchtern betrachten, sind wir so fehlbar wie die anderen, aber auch nicht fehlbarer.
Und so schwer es fällt und so schön es ist, wenn man vom Gegenteil überrascht wird: Verlassen sollte man sich nicht auf Menschen,
nicht weil sie nicht verlässlich sind,
sondern, weil niemand weiß was ein Gefühl, eine Krankheit, ein Verlust, was das Leben, aus einem macht.

Deshalb ist es fast, wie ein Mantra:

„Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts gestellt
und niemanden hienieden.“

PGF

2 Kommentare zu “Tu still dein Werk

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