Einsamkeit

Ich habe manchmal deine Einsamkeit gespürt …

Man kann sich an die Einsamkeit gewöhnen.
So sehr, dass man sie fast eifersüchtig verteidigt, wenn einem jemand nahekommt.
Und die Einsamkeit ist klug, sie sorgt dafür, dass es jeder unglaublich schwer hat, sich nur eine Schlucht breit zu nähern.

Manchem merkt man nicht an, wie lange er mit der Einsamkeit gelebt hat, es ist, wie bei Narben, die unter Kleidung versteckt sind …
Man muss die Einsamkeit erfahren, um zu wissen, wie verletzlich sie macht und wie verletzt man gewesen sein muss, um sich ihr ganz anzuvertrauen.
Dieser Gedanke: Lieber allein, die Einsamkeit verlässt mich nicht.

Dies Wissen teilt man, wie Tiere ein Geheimnis teilen, nur mit Blicken.
Denn, wie ein verwundetes Tier, das irgendwann, in den Schatten gekrochen ist, voller Schmerzen, voller Enttäuschung, gedemütigt, hungrig nach Wärme,
kriecht man, in solche Einsamkeit –
und glaubt nicht, dass das Licht zurückkehrt.

Ich habe manchmal deine Einsamkeit gespürt …

01/18 PGF

8 Kommentare zu “Einsamkeit

Indem du einen Kommentar verfasst, stimmst du den im Datenschutz beschriebenen Angaben zu. Ich gehe mit deinen Daten sorgfältig um, sie sind aber, im hier öffentlichen Raum frei zugänglich. Um das Risiko für dich gering zu halten, habe ich die Avatar-Ansicht deaktiviert. Von alldem abgesehen: ich freue mich, wenn du kommentierst :)

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.