Du müsstest

Ich arbeite mich tüchtig durch diese Tage und mit Wehmut betrachte ich die Produktivität und Konzentration die ich entwickeln kann, wenn ich nicht zwischen Erwerbsberuf und Schreibtisch hin und her wechseln muss, sondern mich, durch freie Tage, ganz dem Schreiben widmen kann.
Aber im Hintergrund flüstert es: „Du müsstest dich mehr erholen. Mal nix tun!“

Ich aber fühle mich wohl, wie ich es tue. Abgesehen davon, wenn meine Lieben zu kurz kommen. Ich bin ein zufriedener Mensch, wenn ich das tue was ich gern tue und es mit Freude mache.
Aber im Hintergrund flüstert es: „Du müsstest dich mehr bewegen. Du gehst ja gar nicht an die Luft.“

Mir aber fehlt die Bewegung und die Luft gar nicht, ich habe mich im letzten Jahr soviel bewegt, ich habe körperlich so viel geleistet, dass mein Körper gar nicht, nach mehr Welt und mehr Bewegung verlangt, sondern nach Ruhe und Klausur.
Aber im Hintergrund flüstert es: „Du müsstest mehr unter Menschen. Da fällt einem doch die Decke auf den Kopf.“

Doch was mir auf den Kopf fällt, sind all diese Introjekte, die man sammelt, die einem raten, was man längst weiß, die einem bedrängen, wo sie es nicht sollten und die für Unfriede sorgen, wo Zuspruch viel hilfreicher wäre.
Deshalb überhöre ich die Flüsterstimmen und mache es, wie es mir gefällt!

Denn die Luft und die Menschen, die kommen schon und nichts ist weniger erholsam, als Unfriede mit sich selbst.

01/18 PGF

10 Kommentare zu “Du müsstest

  1. diese flüsterstimmen kenne ich gut. aber sie kommen von außen, und treffen für andere möglicherweise zu. aber die stimme, die von innen kommt, ist wichtiger, richtiger für einen selbst. 🙂 vor allem, man weiß ja selbst am besten, was man so geleistet hat und wie sich dann der ausgleich anfühlt.
    sehr schön, mach weiter so, wie es sich für dich gut anfühlt!
    herzlich verbundene grüße
    d.

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