Was zurückbleibt

Weißt du, als du dich damals aus meinem Leben zurückgezogen hast … das war schmerzhaft, wie das Ende einer schönen Reise oder, wenn man umziehen muss; umziehen, obwohl man nicht möchte … ich hatte das Gefühl, es bleibt nichts zurück.

Aber, du hast manches in mir hinterlassen, in mir abgelegt, wie in einem Regal.
Nein, keine Sorge!
Keine Schachtel mit Groll und Enttäuschung.
Vielleicht dort hinten in der Ecke, ein winziges Kistchen.
Nein, es sind viele Bilder, Skizzen von Momenten und schöne Mappen mit Augenblicken.

Ich glaube, du hast nie etwas anderes gewollt.
Du hast dich irgendwann entschieden, nicht glücklich sein zu dürfen.
Du willst nur das andere glücklich sind
und ahnst nicht, dass das so gar nicht geht:
Du nimmst das Glück ja wieder mit, wenn du gehst.
Vielleicht ist es dein Recht …

Ob, in dir was von mir bleibt?
Ob ich, in dir etwas niedergeschrieben habe?
Ob da Sätze oder gar Verse zu finden wären,
vielleicht sogar der Anfang zu einem schönen Roman?
Ob es ungelesen bleibt, wegradiert wird,
zerknüllt und in den Kamin geworfen?

Weißt du, als du dich damals aus meinem Leben zurückgezogen hast, schrieb ich Seite, um Seite, als könnte ich so die Reise verlängern, den Umzug vermeiden … ich hatte das Gefühl, es bleibt nichts zurück.

12/17 PGF

7 Kommentare zu “Was zurückbleibt

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