Das Gedränge

Aber im Gedränge habe ich mich nie wohl gefühlt.
Lieber war mir ein Wald und das Laub auf dem Weg und ein Mensch, dem ich zuhören konnte und der etwas zu erzählen hatte.
Trotzdem habe ich oft im Gedränge gesessen, habe an einem Bier genippt oder Wein, habe versucht die Lücke zwischen mir und der Welt zu ignorieren und bin ich nicht glücklich geworden.
Ich habe immer gewartet bis etwas geschieht, dass mich mit Sinn erfüllt.
Aber es wurde gelacht und getrunken und Oberflächliches wurde bedeutsam hin und her geschoben und in mir blieb es leer.
Ganz anders war es, wenn ich draußen unter freiem, weitem Himmel war, in Begleitung eines guten Gesprächs oder mit anderen, um ein Lagerfeuer sitzend, während die Flammen in den Zweigen knackten und der Wind durch die Bäume strich.
Dann war in unserem Schweigen und Lauschen, in unserem, das Feuer hüten, etwas, neben der Glut warm werden lassen, einer Gitarre, einem Lied lauschen, eine Gemeinschaft die darauf zu warten schien, dass etwas Neues und Schönes aus ihr hervorgehen kann.
Aber das Gedränge und der Lärm und das Geschwätz, waren so viel stärker und lauter, sie lachten und nahmen dem Wald die Stille und dem Sinn das Feuer …
Und es scheint sie werden immer lauter und mächtiger und verdrängen alles was denkt und lauscht.
Aber es entsteht nichts. Es ist nur Lärm der wirkungslos verstummt.
Der die Leere bedecken soll.
Wer weiß, vielleicht ist das Gedränge ein Ersatz, für die verlorene Weite im Inneren.

12/17 PGF

10 Kommentare zu “Das Gedränge

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