Coca-Cola-Seife

Mit dem Branding tue ich mir schwer. Da fehlt mir, in meinen Arbeiten, jede Form von Kontinuität. Es geht wild durcheinander von Prosa zu Lyrik, vom Alienthriller zum Politroman.
Wenn jemand eines meiner Bücher gelesen hat und auf meinem Blog nachliest, wird er sicher nicht selten, zweimal nachsehen, ob er beim richtigen Autor gelandet ist.
Gerade aktuell riskiere ich, mit Liebeslyrik, Leser der Aurumer-Reihe zu irritieren und kann doch nicht anders. Ich würde in einer Schreibblockade enden, wenn ich von heute ab, ein einzelnes Genre bedienen müsste.
Das wäre besser: Ich würde sicherer im Handwerk und klarer im Marketing werden.
Allesdings: Es ist kein idealistisches Trotzakt, ich folge dem Lustprinzip: Ich schreibe was mir Spaß macht, was mich beschäftigt, was ich beobachte. Auch, wenn das zu Unzufriedenheit führen kann. Als würde Coca-Cola plötzlich Seife verkaufen und die braune Brausebrühe in den Gulli schütten.

Und so stelle ich mal, den Samstagabend daheim Gebliebenen, eine Frage im Vertrauen:

Wenn ich, zu der in letzter Zeit entstandenen Liebeslyrik, eine Roman-Idee hätte dann:

Einen herzlichen Dank an die Votierenden und: einen wunderschönen Abend, hier beim Ball der einsamen Herzen 😉

7 Kommentare zu “Coca-Cola-Seife

  1. Ja warum denn nicht Peter?

    Solange du wirklich für eine Sache brennst stellt sich diese Frage doch nicht (;
    Du kannst damit auch ganz neue Leser gewinnen.
    50 / 50 Chance zwischen Verlust und Gewinn von Lesern würde ich sagen.

    Und wenn jemand eben nur Alienromane lesen mag, dann wird ihn dein Liebes-Roman doch nicht stören, allenfalls ignoriert er ihn.

    Das mit dem Marketing ist auch so eine Sache, nicht jeder Autor kann nach Schema F vermarktet werden. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht das eine Buchreihe wie „Die Tribute von Panem“ so berühmt werden kann, ist doch kein Mainstream-Genre. Damit zeigst du, das du sehr vielfältig schreiben kannst was dich auch für viel mehr Verlage interessant macht (;

    Liebe Grüße
    Laura

    • Liebe Laura, danke für den Zuspruch! 🙂

      Ehrlicherweise ist es eine rhetorische Frage, die eher dem Austausch dient.
      Denn vermarkten und verkaufen hat schon etwas mit Wiedererkennen zu tun und da ist meine Beobachtung: Das Fitzek kein Essay schreiben sollte und ein George R. R. Martin keinen Politthriller (außer es kommen Drachen und Zwerge darin vor …).
      Ich gebe sogar zu, dass ich selbst eine Form von Enttäuschung empfinde, wenn plötzlich jemand „etwas anderes“ schreibt. Ich finde Schätzing versucht das immer mal wieder.

      Also im Sinn des Erfolgs: fragwürdig. Im Sinn von: Leser glücklich machen: unbedenklich, auch, wenn es immer andere sind 😉

      • Lieber Peter,

        Das kann gut sein ich bin in dieser Marketing-sache noch nicht so drin 🙈 Ich denke das wird auch erst richtig interessant, wenn man schon etwas bekannt ist und viele Menschen einem gewissen „Standard erwarten.

        Auf jeden Fall erweitert es den Schreibhorizont 😀

        Ich verzweifel seit einiger Zeit daran, mal eine Satire zu schreiben 😥 Echt schwierig, witzig zu schreiben.

        Liebe Grüße

        Laura

      • Liebe Laura,

        man hat ja die Freiheit der Entscheidung 🙂

        Vielleicht nicht mehr zeitgemäß, aber ein Altmeister humorvollen Schreibens: Ephraim Kishon.

        Einen schönen Abend.

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