Verletzungen

Wenn man sich, als kleines Kind weh tut, so bricht, über dem Schmerz, beinah die ganze Welt zusammen.
Ein, zwei Jahre später rührt uns die gleiche Verletzung kaum mehr und, wenn wir uns das Knie aufschlagen, stöhnen wir kurz auf und gehen dann fluchend weiter.

Mit dem seelischen Schmerz ist es etwas komplexer, man adaptiert ihn nicht so einfach und, wenn man Jugendliche beobachtet, hat man eher das Gefühl, als würden sie den seelischen Schmerz ansammeln und immer empfindsamer werden.

Aber auch hier gibt es Stufen, gibt es Veränderung im Verarbeiten.

Wenn der Mensch an seinem seelischen Schmerz nicht zu Grunde geht wird, über die Jahre, wenn auch nicht so augenfällig, der gleiche Prozess sichtbar: Man wird verletzt, stöhnt kurz auf und geht dann weiter.

Jeder Fortschritt im Leben ist, von Beginn an, damit verbunden, dass man sich weh tut oder verletzt wird und es gibt keine Alternative dazu als, sich daran gewöhnen und daraus lernen, vielleicht zu fluchen, vielleicht zu stöhnen und weiterzugehen.

11/17 PGF

5 Kommentare zu “Verletzungen

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