Und dann heißt es

… innnerlich ganz still werden:

Die Farben der Blätter sehen
und die Nebel,
die frühmorgens über das Wasser ziehen.

Die frisch geschnittene Minze riechen,
die trocknend am Querbalken hängt
und im Wind schaukelt.

Die Ärmel lang tragen
und sich gegen die Kälte schützen,
die feucht in die Welt drängt.

Der Ruhe lauschen,
die sich über die Welt ausbreitet,
während die Vögel nach Süden ziehen.

Und überall die Welke schmecken,
im Laub, im eigenen Herzen,
im Korken, der den Roten, vor ihr schützt.

Es wahrzunehmen und es nicht zu fühlen …

PGF 10/17

12 Kommentare zu “Und dann heißt es

  1. Auf die Gefahr hin, dass ich mich gerade als völlig verständnislos präsentiere:
    … und es nicht zu fühlen? Doch, auf jeden Fall! Ist es denn nicht das Einzige, was unser Leben erlebbar macht? Riechen, sehen, schmecken, all das ist doch fühlen mit all unseren Sinnen. Oder nicht?
    Was ist hier gemeint?

    • Der Unterschied ist zweifelsohne nicht automatisch zu erfassen. Beschäftigt man sich mit Meditation ist es etwas einfacher: je nach Schule gibt es Formen in denen man die Eindrücke des Tages betrachtet ohne sie wirksam (fühlbar) werden zu lassen. Vielleicht kann man sagen: man identifiziert sich nicht mit dem eigenen Erleben.
      Ich hoffe das erklärts 😊

  2. Ah, danke. Ja, das macht es mir klarer. Beobachter werden, ich bin mehr (?) als das, was ich fühle. Da hat mir die Sonne wohl heute die Phantasie geraubt. 😉

  3. wunderschön, lieber pe.
    ja, auch ich stolperte über die letzte zeile… ich würde es für mich eher in die richtung interpretieren, es zwar zu fühlen aber nicht zu übertragen (auf sich selbst) – denn das geht ja noch eine stufe weiter. fühlend anteilnehmen eher… als teil vom ganzen. so in der art. 😉
    wie auch immer, deine zeilen schaffen es ja schon, die herbstliche stimmung fühlbar zu machen. um einen bogen zum anfang zu schlagen: wunderschön! 😀
    einen sonnigen herbstgruß zu dir
    von d.

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