Erinnerung

So trage ich meine Toten und die, die mich verließen und die die ich zurückließ,
als Klänge, Gesten, Gerüche, Gedanken, Worte, in mir –
so werden sie zu mir, damit ich sie nicht verliere …
auch, in den Zeiten nicht, in denen sie vergessen scheinen,
da das Heute und das Morgen so kräftig sind,
dass dem Gestern kein Licht bleibt –
tief und still graben sie sich in mich ein:
ein zauberhaftes Lächeln, philosophieren am Kneipentisch,
Abenteuer auf Reisen, Träume zu zweit:
gebunden an Augen, gebunden an Stimmen, aus einem Einst,
dessen frischer Eindruck mich erfüllte –
mit Glück, mit Wehmut, mit Hoffnung,
als die Wege sich lösten, auf unbestimmte Zeit.

07/17 PGF

2 Kommentare zu “Erinnerung

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