Heimreise

Wenn ein Glück endet, ist es, als müsse man, nach einer langen, schönen Reise den Heimweg antreten.
Nicht anders wie dort, sitzt man und schaut, wie durch eine matte Scheibe, die Welt vorbei zieht. Man erinnert sich an schöne Momente, verdrängt die schlechten und lächelt unwillkürlich über manche unerwartete Erfahrung.
Bis einem die Stille und die Leere einfallen, die näher rücken.
Wenn man klug ist, vergisst man nicht, welches Glück es ist, ein Zuhause zu haben und, wenn man klug war, hat man das während der ganzen Reise nicht vergessen.
Man war auf der Suche nach sich selbst, nach Erfahrung, nach Schicksal – vielleicht hat man nur sich gefunden, aber mehr ist nie zu erwarten.
Wenn man mutig war, ist man über sich hinaus gewachsen. Vielleicht hat man Angst wieder der Alte zu werden … aber man fällt nicht zurück, so wenig, wie man das Laufen und Sprechen wieder verlernt – wenn das kommt, ist der Tod nah und eine andere Reise steht bevor.
Es bleibt ein dankbarer Blick zurück, auch, wenn die Seele brennt und ein leiser Blick voraus, denn die Welt ist groß genug für neue Ziele.

06/17 PGF

6 Kommentare zu “Heimreise

  1. Das Foto zuvor paßte besser zum Text als gedacht, Paris (-er Strasse) Rosenheim (er), es geht mit dem Erlebten, Gedachten und Gefühlten, den Entwicklungen und den Einsichten weiter, zu neuen Entdeckungen und Entfaltungen.
    Ich denke immer, wenn etwas schwierig ist, muss es nicht unmöglich sein, aber wenn es sich als unmöglich erweist, war nicht das Vermeintliche das Ziel, sondern etwas anderes, das sich einem erst nachher erschließt.

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