Gewöhnung

Manchmal will ein Mensch nicht mehr glücklich werden,
weil er solange einsam, solange innerlich auf sich selbst gestellt war, dass die Angst vorm Verlieren zu groß ist,
um je wieder Haut an Haut, Seele an Seele, Gedanken im Spiegel, frei zu genießen.
Es ist ein scheu sein, verletzlich sein und verletzend sein, aus Angst verletzt zu werden,
welches sich kaum jemand erschließt, missverstanden wird und unverständlich bleibt.
Außer von jemand der so gefühlt hat.
Der die Scheu und die Verletzlichkeit kennt
und die Gewöhnung, an dieses erwartungslos gewordene Sein.

05/17 PGF

7 Kommentare zu “Gewöhnung

  1. Ich weiß es nicht, und ich weiß auch nicht … das Glücklichwerden … hm, muss grad an Berthold Brechts Gedichtszeile denken „.. ja renn nur nach dem Glück, doch renne nicht zu sehr, dass Glück rennt hinterher …“ oder Rio Reisers „wenn ich mir was wünschen dürfte …“ 😉

  2. ja, sehr berührend. und manchmal will einer ja doch irgendwie wollen, aber kann gar nicht mehr… (anders)… tiefgründig, gut beobachtet, und gut gesagt.
    ganz liebe grüße an dich zum see, lieber pe,
    von d.

    • Danke liebe D 😊
      Ich war auf der Suche nach einer Auflösung „und der Mensch ist die Chance“ etwa, oder „und wer macht den Schritt“, aber letztendlich bleibt offen was geschieht.
      Hab einen schönen Abend
      Pe 😚

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