Der leere Raum

Es gibt Momente, da wird die Wirklichkeit so dicht, dass unsere Sinne, sie nicht mehr durchdringen.
Wir hören andere reden und vielleicht sprechen sie sogar mit uns, aber es ist, als würden sie eine fremde, unverständliche Sprache sprechen …
und als würden wir irgendein Kauderwelsch reden, dass niemand versteht.

Und die Blick werden fremd,
vielleicht, weil das Verstörende, das wir fühlen, plötzlich präsent ist.

Weil es dieses Dasein so, gar nicht geben kann:
es kann diesen Affen, der zum Menschen wurde, nicht geben
und es kann diesen Planeten nicht geben, der einsam bewohnt,
seine Sonne umkreist,
es kann auch keine Sprache geben,
keinen Tisch, keinen Stift, kein Blatt Papier,
das ist alles gar nicht möglich,

ist zufällig in den leeren Raum gefallen

… oder aber so wundervoll, so zauberhaft und überwältigend,
dass der Himmel, die Bäume vorm Fenster,
diese Stimmen, die sich mit Worten verständigen,
alle von einem Zauber durchdrungen sind,
der uns überwältigt und sprachlos macht –

und wir, wie leerer Raum, vom Leben erfüllt werden.

02/17 PGF

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