Der Krampf

Es ist kein mutloser Gedanke, etwas oder vieles aufzugeben.
Es ist dann kein mutloser Gedanke, wenn man angepackt, zugepackt, gestaltet hat und Grenzen erkennt …
Grenzen der Kraft, Grenzen des guten Willens, Grenzen des Gewünschten.
Man kann sich täuschen, über diese Grenze
und doch ist es gut dann loszulassen.
Auch, wenn es schwer ist.

Ähnlich, wie ein Muskelkrampf,
bei dem die Z-Scheiben zusammenkleben, wie ein Klumpen,
bei dem sich die ganze Inhibition wehrt, aktiviert zu werden
und doch schmerzlich hemmen muss,
damit Bewegung wieder möglich wird.
Manchmal ist es nur ein kleiner Dehnschmerz
und manchmal tut es richtig weh.

Aber, wenn der Krampf nicht zum Riss,
zur Verletzung werden soll, dann …
Und irgendwann – vielleicht packt man wieder zu,
mit geschmeidiger Kraft, vielleicht besser trainierter Kraft,
wissender, erfahrener, was gut und wichtig ist.

02/17 PGF

9 Kommentare zu “Der Krampf

  1. ein sehr interessanter und guter vergleich!
    dafür zumindest sind grenzen gut… es ist wichtig, sie zu erkennen und dann zu entscheiden, geh ich drüber, oder öffne ich sie bzw ist das überhaupt möglich – oder aber ist es eine tatsächliche grenze.
    und ja… irgendwann nimmt man neuen anlauf. gestärkt.
    feiner text!
    liebe wochenendgrüße,
    diana

  2. Kann der Versspielerin nur zustimmen: ein treffliches Bild. Dann wünsche ich Dir, dass Dein Loslassen Dir gut tut und ganz schnell neue Kräfte und Muskeln wachsen! Liebe Wochenendgrüße an den See!

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