Hoher Besuch

Also ich habe ja ein ganzes Weilchen hin und her überlegt, ob ich dazu einen Beitrag schreibe oder nicht …
nun: es ist offensichtlich, wie ich entschieden habe.
Ich hatte, wenn man so will, hohen Besuch siehe: https://literaturfrey.com/2016/11/07/vielleicht-waere-trump-gar-nicht-schlecht/comment-page-1/#comment-7985
(gegebenenfalls die Kommentare einfach nach unten scrollen).
Und ähnlich, wie der gute Simon S. – den ich an dieser Stelle grüße 😉 – denke ich mir: Öhm und Hmm!

Sachlich betrachtet kann man sich dem ganzen Thema auf drei Ebenen nähern:

Die einfachste Form: Es ist ein Fake-Account. Ja, dann …

Es ist kein Fake-Account:

Variante „nehmen wir es positiv“: Der gute Donald bedankt sich für etwas, was bei genauer Übersetzung eigentlich nicht schmeichelhaft ist. Aber: Okay, es versucht jemand nett zu sein und ich bin der Meinung (keine Ironie!): Wir sollten immer und mit allen Standpunkten im Dialog bleiben, denn die Alternative ist die Konfliktspirale und ehe die eintritt, sollte der Dialog lange und geduldig bemüht werde.
Also denke ich mir: nettes Missverständnis und hoffe der Google-Translater deutsch/englisch wird nicht besser …

Variante „nehmen wir es negativ“: Die einen bekommen ein nettes „Thank you“ aber die Kritiker – was bekommen die? Einen Warnhinweis? Ein „Watchout“?
Und: Wie gut sind eigentlich die Filter mit denen User erkannt und zugeordnet werden?
Ich hatte da in der „Heimkehr“ ja manches angedeutet, aber ich dachte es ist Fiction …
Wie frei ist das Wort im Netz, wenn es kritisch ist?
Wie machen das die Chinesen?
Und die Russen?
World Wide Web oder World Wide Krake?

Ich persönlich tendiere zum „nehmen wir es positiv“, aber die Diskussion an schupsen: Was, wenn es kein Fake-Account ist, die konnte ich dann doch nicht bleiben lassen.
Ich bin gespannt auf eure Meinung!
PGF 01/17

17 Kommentare zu “Hoher Besuch

  1. Ja, dachte genauso. Gegen einen Fakeaccount spricht, dass sich wohl kaum jemand die Mühe machen würde. Wozu? Es sei denn, Du hast ein paar Freunde, die sich ein Späßchen mit Dir machen. Bleiben Bots oder Trampels Team von 1000 armen Deppen, die im Internet nach Trampels Namen suchen.
    Insgesamt fand ich das, wie gesagt, sehr unheimlich. Und bedenklich. Denn eins ist klar: Positiv/freundlich ohne jeden Hintergedanken ist so ein Aufwand bestimmt nicht. Liebe Grüße zurück an den See!

  2. Nehmen wir mal an es wäre ein echter Account…
    Vielleicht fand er es wirklich gut auch ohne falsche Übersetzung. Schließlich kritisiert er die Politik der USA massiv und meint, dass die Welt dadurch schlechter geworden ist 🤔 seine Denkweise scheint ja eh manchmal etwas abstrus.
    Dann wäre aber die Frage wie er ausgerechnet auf deinen Blog gekommen ist 😄

  3. Nimm mal an, es ist tatsächlich einer aus seinen Reihen, der das Internet komplett nach allem durchforstet hat indem der Name TRUMP in irgend einer Weise auftaucht. Ob er es denn komplett verstanden hat… Hmm… Er hat seine Übersetzer. Das macht der sicher nicht über ein Internetprogramm.
    Wie auch immer. Zu viele Gedanken machen nur „alt“.
    Liebe Abendgrüße!

  4. Nur mal angemerkt, dass dein Blog als Uhrzeit für die Veröffentlichung von Artikeln und Kommentaren die (Berlin?)-Zeit zugrundelegt, nach der du selbst agierst, wäre ein Kommentar aus Washington mit 6 Stunden Zeitverschiebung mit hiesiger Zeit 20h43 sehr unwahrscheinlich.

      • Der Daily Telegraph hat für den 2. Tag des Präsidenten Trump im Amt einen sehr engmaschigen Tagesablauf veröffentlicht. Demnach hätte er deinen Blog zwischen einem Treffen mit dem CIA-Direktor Mike Pompeo (1:30 p.m.) und dem Treffen mit den wichtigen Senatsmitgliedern um 3:00 p.m. eingeschoben, zur Entspannung, vermutlich.

      • Auch, wenn die Vorstellung, Trump persönlich hätte meinen Blog besucht, eine liebenswerte Komponente hat, wäre ich doch nicht so naiv davon auszugehen, sondern halte die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass es Programme gibt (mit Google wäre die Suchfunktion schon vorgegeben), welche Kernbegriffe erkennen, analysieren und beantworten können.

        Ich sehe Problem nicht darin: Trump hat mich besucht,
        sondern darin: jeder der die Möglichkeiten hat, kann jeden an Hand von Begrifflichkeiten identifizieren und ihn wissen lassen, was er davon hält, im Guten, wie im Schlechten … und nicht nur zwischen 1 pm und 3 pm, sondern all day long 😉

  5. Also ich wüsste nicht, wie ein Fake-Account an 22M Follower kommen könnte 😉
    Und man könnte meinen, dass die Übersetzung sich nur auf die Überschrift bezieht oder ähnlich wie hier (https://www.youtube.com/watch?v=Yx5MYVzi0M0 (über den überspitzten Humor kann man definitiv streiten)) bloß in umgekehrter Weise abläuft.
    Zudem weiß ich nicht, ob das als ‚guter Service‘ oder eine ‚etwas verzweifelte Suche nach Lob‘ bezeichnet werden sollte.

    Die Frage nach der Freiheit des Internets ist wirklich schwer zu beurteilen. Klar, Rechtsstaat und Meinungsfreiheit – das schließt nur leider Drohungen (wie du schon sagtest) nicht aus. Trotzdem bleiben Kritik (wenn sie sich auf einer sachlichen und konstruktiven Ebene abspielt) und Opposition das Fundament unserer (und auch der US-amerikanischen) Demokratie, oder sollten es zumindest sein. Wie sonst sollte dieses System sonst funktionieren?
    Abgesehen davon : durch die weltweite Verknüpfung des Netzes und in gewisser Weise auch Anonymität in diesem – kaum noch überblickbaren – Konstrukt kann das ‚Wort im Netz‘ verbreitet und schnell an Bedeutung gewinnen und dessen Verfasser (auch wenn nur in eingeschränktem Maß) geschützt werden.
    Und noch sind wir nicht in China oder Russland 😉
    Noch einen schönen Abend! 🙂

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