Anziehung

Anziehung

Wir lächeln uns zu
und verschweigen, was der andere denkt
und hoffen insgeheim,
dass wir es fühlen.

Wir weichen aus
und schweigen lang,
weil umso schöner es dann ist,
wenn unsere Worte sich berühren.

Zumindest sie – denkst du das auch?
Ich such´ in deinen Augen Sehnsucht …
Und deine Augen lächeln, lächeln weich,
wie Küsse, die noch nicht gegeben.

PGF 01/17

9 Kommentare zu “Anziehung

    • Künstlich? Wäre es dann nicht Prosa? Wollte ich das? Fragen über Fragen.

      Aber die wundervollen Zeilen:
      „Allein die Zeile, weil umso schöner es dann ist,
      klingt leicht künstlich, wie stets – in meinen Ohren.“
      Muss ich unbedingt noch einfügen 😉

      Liebe Grüße, ich vermute mal nordwärts

      • Watt denn: künstlich = Prosa? Naaaaaa! Aber ich denke, Du weißt, was ich meine: Die anderen Zeilen fließen harmonisch im Sinne von: natürlich. Diese eine hängt für mich ein bisschen am Stauwehr. Liebe Grüße tatsächlich aus dem Norden, genauer: zur Zeit Berlin 🙂

  1. Das baierische „Weil, dann“ ist nicht grammatisch, sondern eine Synkope des Wortempfindens, sehr ähnlich dem Zögern vor dem Kuss, ein Nachsetzen des Hauptgedankens, der dann umso schwerer wiegt.
    … wie Vanillesoße, die endlich über die Dampfnudeln rinnt oder der Seufzer in der Kehle, der erst mit der Leidenschaft beim Kuss entsteht. 🙂

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