Das Verschwiegene

Wenn man schreibt gibt man eine Menge preis von sich,
aber ein letztes Stück, behält man für sich.
Es gibt immer eine große Distanz zwischen dem Geschriebenen
und dem der schreibt.
Außer man schreibt Tagebuch
(und, wenn man Tagebuch schreibt weiß man,
dass man nie zu sagen vermag, was man sagen wollte).
Vielleicht schreibt man eine ganze Weile,
weil man sich für wichtig hält.
Aber dann liest man viel und liest,
wie sich alles wiederholt und wird sich unwichtig.
Und dann ist es unwichtig, was man preis gibt,
weil schon so viele preis gegeben wurde.
Bis auf dieses letzte Stück, für das keiner Worte hat,
das behält man für sich.

PGF 12/16

2 Kommentare zu “Das Verschwiegene

Indem du einen Kommentar verfasst, stimmst du den im Datenschutz beschriebenen Angaben zu. Ich gehe mit deinen Daten sorgfältig um, sie sind aber, im hier öffentlichen Raum frei zugänglich. Um das Risiko für dich gering zu halten, habe ich die Avatar-Ansicht deaktiviert. Von alldem abgesehen: ich freue mich, wenn du kommentierst :)

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.