Lebendigkeit

Manchmal ist man, innerlich eingefroren,
gefangen in irgendwelchen Routinen
oder ganz bereitwillig versackt im Bequemen.
Es gibt Menschen, die sehen das als Glück an,
als Ziel: seine Ruhe haben.
Seine Ruhe haben, das ist der Tod…

Wieviel schöner ist es,
wenn die Sinne vibrieren!
Wenn täglich Neues die müden Gedanken umfließt,
wie kaltes Meer die erstarrten Klippen.
Ist das nicht Leben, wenn das Herz heftig schlägt,
wenn alle Muskeln Abenteuer fordern,
wenn das Leben hell leuchtet, weil es vergeht?

PGF 11/16

14 Kommentare zu “Lebendigkeit

    • Lieber Lu, der gute Schiller ziert gerade meinen Schreibtisch mit:

      Suche nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.

      Einen gleichgewichtigen Abend vom See wünscht
      Pe

      • So oder so, lieber Pe am See, oder anders, eigentlich egal wie, chacun à son façon, Ruhe-Zustände jeder Art sind weit entfernt vom Tod…

        Dämliche Sprüche wie „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“ sind mir äußerst zuwider!

        Hab noch einen feinen Abend, Lu

  1. ich denke, der wechsel macht´s! 🙂
    denn das quirlige will ja auch verarbeitet – oder besser: genossen! – werden.
    dennoch – deine zweite strophe hier klingt verlockend nach LEBEN. schön!
    liebe abendgrüße mal wieder von d

    • Jetzt habe ich nicht, an eine 24-Stunden zapplige Echse gedacht, sondern eher an eine quirlige Echse die zwischendurch mal in der Sonne liegt, um umso rascher wieder über die Felsen zu schlüpfen 🙂
      Dir auch einen lieben Gruß d
      pE

  2. Es kommt immer auf die Geschichte einer Person an!

    Hätte man Odyseus bei ankunft der langersehnten Heimat gesagt er solle weiterziehen, wäre er vor tobsucht glaube ich direkt gestorben… 😉

  3. Täglich Neues? Das überschreitet meine Verarbeitungskapazitäten. Das geht im Urlaub gut, da will und suche ich es. Dann, am Schreibtisch, brauche ich die Routine, ich brauche den Spaziergang am See, immer der gleiche Weg, immer wieder schön, der mir den Kopf frei macht – für Neues.

    • Ich meinte eher diese Bier-Chips-Bauer-sucht-Frau-Feierabend-Arbeit-bis-zur-Rente-dann-Dauerfernseh-Ruhe.
      Der vitale Wechsel zwischen der „Vita activa, Vita contemplativa“ wie es Hesse so schön nannte, ist unersetzlich.

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