Vielleicht wäre Trump gar nicht schlecht

Ja! Vielleicht wäre ein amerikanischer Präsident Trump für Europa gar nicht schlecht. Denn es böte, ähnlich, wie damals Bush jr. für G. Schröder, Deutschland die Chance sich aus der Umklammerung der USA zu lösen. Der smarte Drohnenkrieger Obama hat Charme. Wer mag ihn nicht? Obwohl er nicht minder viel Kriege angezettelt hat, nur heimlicher.

Europa leidet an Amerika. Alle Konflikte, ob Ukraine, ob Syrien, ob Afghanistan, ob Irak, ob die durch die Fluchtbewegung entstehenden Konflikte mit Griechenland, Ungarn, Österreich, ob der Brexit, alle diese Konflikte beruhen auf Nebeneffekten der amerikanischen Expansionspolitik.

Angela Merkel ist zu kniefällig, um aus diesen Konflikten zu lösen. Heißt wir benötigen nicht nur Trump, sondern wir benötigen, auch einen deutschen Machtwechsel. Und da beginnt das Dilemma: Wen wählen?
Afd: unwählbar,
Grün: nicht mehr wählbar,
SPD: jetzt hört mal auf zu lachen,
DieLinke: ist auch nur was für echte Abenteuerer,
die CDU: wird ihre Cäsarin nicht opfern, vorallem nicht bei einem Wahlvolk, welches zunehmend älter wird und weiblich ist.
CSU: Ihr sollt nicht lachen!

Käme aber jemand an die Macht, mit Mut zu Veränderung und Charakter, dann hätten wir die Vorrausetzungen, um Europa von Russland und Amerika zu emanzipieren und allein darin besteht eine Chance für ein friedliches und erfolgreiches Zusammenleben in Europa: sozial, gastfreundlich, bildungsorierentiert, dem Frieden verpflichtet: das gäbe der langen, meist unruhigen, meist blutigen europäischen Geschichte Sinn!

PGF

30 Kommentare zu “Vielleicht wäre Trump gar nicht schlecht

  1. Trump ist eine Bedrohung. Den Vorteil des Loslösens Deutschlands von den USA finde ich hier viel zu schwach.
    Trump ist ein rassistischer, frauenfeindlicher, durchgeknallter Psychopath.

  2. Er ist genauso wie Putin und Erdogan eine Bedrohung für den Rest der Welt. Loslösen nützt nichts, wenn man doch involviert wird. Ob man will oder nicht.

      • Es braucht keine Propaganda um zu sehen, dass all diese „Politiker“ psychopapathisch sind. Das schaffen die durch ihr Verhalten ganz allein. Einen Hitler kann man heute wohl auch nicht mehr für normal halten. Seine Propaganda hat ja damals offensichtlich erreicht, von seinen Psychosen abzulenken.

    • Das ist, entschuldige, die Position der Schwäche die man uns suggeriert, als müssten wir einem Präsidenten Trump dienen: müssten wir nicht, wenn wir europäisch agieren würden. Oder als würden wir durch eine Präsidentin Clinton irgendeine Art von Schutz oder Protektion erfahren. Zuletzt gab es eine sehr spannende Folge der „Anstalt“ in der die Verwicklungen in Kriege von H. Clinton dargestellt wurden (und die von Putin). Wir sollten eine Position finden, in der wir uns keine Gedanken machen müssen, ob Clinton der Trump, aber wir sind darauf konditioniert, uns über das (scheinbar) kleinere Übel zu freuen.

      Der gesunde Menschenverstand hat schon länger Gute Nacht gesagt und erfreut sich eines Flüchtlingspaktes mit einem zwielichtigen Machtpolitiker …

      • Ich wollte damit nicht sagen, dass wir denken müssen, wir müssten den Amerikanern „dienen“ oder uns von ihnen und ihrer Hilfe abhängig machen.
        Ich wollte damit nur sagen, dass egal in welcher Beziehung wir zu den USA stehen würde, Trump als Präsident nicht gutgeheißen werden kann. Denn dann knallt es so oder so. Mit den anderen im Genick noch dazu.
        Der gesunde Menschenverstand ist schon lange schlafen gegangen, das stimmt. Und ein Trump hilft da nicht gerade.
        Ich mache mir auf jeden Fall unabhängig davon Gedanken. Weil es erschreckend ist, dass so ein Mensch solch einen Zulauf bekommt. Weil man vorher immer meinte, die Menschheit wäre schlauer geworden. Dabei wird sie immer dümmer.

      • Deine Sorgen teile ich. Aber es ist tatsächlich die Erfahrung mit Bush Jr. dass wir uns emanzipieren konnten, die mir weniger Sorgen macht, was Trump treiben könnte.

  3. Und mit den Rechtsradikalen vor der Nase wird weder in Deutschland noch im Rest Europas Frieden herrschen. Im Gegenteil. Egal, ob man sich von den USA löst oder nicht. Es wird hier noch irgendwann gewaltig knallen.

    • Hmm – wer sagt das? Die größte Friedensperiode Europas beruhte auf einer zielstrebigen europäischen Einigungspolitk, seit diese aufgegeben wurde, wächst die Kriegsgefahr. Amerika ist nicht die Lösung.

      • Ist es ja auch nicht. Habe ich auch nicht behauptet.
        Und die Kriegsgefahr würde mit Trump nochmal wachsen.
        Und sich mit einem Land, das solch einen grauenhaften Menschen zum Präsidenten wählt, sollte man sich auch nicht weiter verbünden. Da gehe ich ja konform.

  4. Mir ist das sowohl als auch verdächtig. Und ändert eher nichts, weder noch. (denkt man vordergründig) Grundsätzlich aber wünsche ich mir Hillary Clinton, da Trump auf der sprachlichen und ästhetischen Ebene zusehr mit Brechstange agiert – der Sprachstil färbt auf die Gesellschaft ab und zieht auch weite Kreise bis in die Schulen in den (Ur-)Schlamm. Umso exzessiver, als auch sämtliche konservativen Christen sich in dieses Sprachbett begeben (müssen – aber wollen sie da auch?), denn die sind nunmal zutiefst republikanisch! Allein dieser Bruch mit jeder Art von über Jahrtausende erprobter Rhetorik ist mir persönlich ein Gräuel. Politik ist nunmal kein Selbstfindungstheater, sondern eher eine Spielgruppe unter Schwererziehbaren, eine Show für Eitelkeit und Selbsterhöhung, und aber noch immer vor allem ein Spiel der Kräfte und Mächte. Wenn man es noch als solches sehen will. Inzwischen will ja fast jeder drittklassige Provinzkäpt‘n sowas wie Staatspräsident werden. Beispiele gibt es genug. Da reicht nur der Blick zu den Philippinen.

    Nein. Beeindruckt hat mich Michele Obames Rede: in aller Ausführlichkeit: https://www.youtube.com/watch?v=r7e3QKKOp50&feature=share

    Es geht nicht nur um das Bilaterale und das vor allem Russisch/Amerikanische Geschäft … das scheint mir eh sehr stark von russischer Seite überhöht – will das auch nicht weiter vertiefen. (Bräuchten wir wieder Monate) Aber allein der Redestil Trumps macht keine wirklich vertrauenswürdige Position. Er redet eben nicht wie ihm das Maul gewachsen ist, sondern wie er glaubt, wie es gefällt. Und das unterscheidet ihn in keinster Weise von Clinton. Außer dass er jedem Deppen der Welt das Gefühl gibt, dass Deppsein allein schon reicht um Käpt‘n zu sein. Btw. Mir wäre Bernie Sanders lieber gewesen, und sicherlich: Um Hillary für ihre Art, eigene Konkurrenz aus dem Weg zu schaffen, zu strafen, wäre ein Denkzettel schon angebracht. (Aber was soll diese moralische Position überhaupt. Wenn ich mir allein anschaue, was hier in der Berliner CDU für ein Hauen und Stechen vorliegt, wieso soll ein Yankee da anders ticken?) Trotzdem regelt man das normalerweise hinter geschlossenen Türen und unter „Freunden.“ Das hat wohl auch stattgefunden. Sonst gäbe es aus dem Sanders-Lager sicher mehr Gegenwind.

    Nein. Ein Trump ist für mich ein Alptraum. Denn auch sein Verhältnis zu Putin ist nicht gesichert/geklärt. Ob das allein mit Petrodollars zu regeln sein wird, wage ich zu bezweifeln.
    Außerdem wird die amerikanische Außenpolitik Obamas in unseren Breiten absichtlich missverstanden. Obama wollte keine Weltpolizei mehr spielen, hat zur Folge, dass andere Weltpolizisten auf die Bühne traten, und plötzlich fordert die Welt wieder mehr Amerika auf der Bühne? Obama wollte das nicht. Es sind im Hintergrund aber die Eisenhowers und Nixons, die das anders sehen. Und wenn Graf Rotz Trump da auftaucht, möchte ich nicht wissen, wer von diesen Rotznasen plötzlich auch Eisenhower und Nixon sind.
    Augstein hat mal die Hillary als Kriegspräsidentin an die Wand gemalt. Eine beliebte linke Position … Bin selbst einer von früher: Ami go home, war unser Anti-Reagan Sprech … kann ich alles runterbeten … in Wetzlar auf dem Jahrmarkt, FJS ruft zur Unterstützung der Staaten auf und hinten tobt der kommunistische Block … Kinners, haben wir gelacht. Verstehe nur nicht, warum dieses Blockdenken noch immer on vogue ist. Will mir nicht in den Kopf.
    Also, Morgen wissen wir mehr. Und hoffen wir mal nicht, dass Trump im Fall der Niederlage zum Bürgerkrieg aufruft. Das würde noch fehlen.
    Apropos: Größere Sorgen habe ich tatsächlich um uns in Europa: Wir alle hier surfen auf Amerikanischen Plattformen …. und niemand schafft ein Gegenmodell. Wo sind die Zuckerbergs aus Frankreich, Deutschland oder Great Britain, wo ist der Airbus, der die Boing aus unseren Breiten verdrängt? Wo? Die Chinesen machen es uns vor. Sie haben bald alles in eigener Regie. Alles. Die Russen packen es auch nicht. Also. Whats up, Europe? Wo ist deine Intelligenz? Shit happens in Amerika. Bulshit in Europa? And anything goes around and on and on … Fass ohne Boden.

    • Dem ist nichts hinzu zu fügen, außer dem zarten Hinweis, dass dieser beabsichtigt, gegen das konditionierte Denken gerichtete Artikel, kein Plädoyer für Trump, sondern für Europa war.
      Denn Trump oder Clinton, dass gleicht für mich der Frage: Hätten se lieber Krebs oder einen Schlaganfall.
      Ich verzichte dankend in beide Richtungen und entscheide mich prompt für Gesundheit 😉

      • vollkommen dacore! auch ich wundere mich wieder und wieder, wie wir (Europäer) immer nur gucken, wie die anderen es machen … und wie das Kaninchen vor der Schlange nichtmal einen Masterplan im Kopf zu haben scheinen, lassen uns hier chinesicherseits Grund und Boden unterm Arsch wegkaufen, haben null Widerstand gegen die amerikanische It-Hegemonie, lassen uns von Propagandafeldzug zu Propagandafeldzug hinundherscheuchen … und selbst die sog. Intelligenz scheint nur noch in Schlupflöchern zu verharren, aus Angst, jemand könnte geweckt werden. Wer das Fiasko um den Brexit näher verfolgt hat, sieht vor allem: es sind zuwenige Leute, die zuviele Leute vor sich hertreiben und scheuchen. (und noch immer für dumm verkaufen) Du hast mit Deinem Artikel zumindest auch bei mir eins provoziert und geschafft: immer auch das andere denken, das Unmögliche, das Falsche im noch Falscheren, das Richtige zu erkennen. Nun haben wir hier tatsächlich Pest (Establishment) gegen Cholera (Mob), und das schmeckt beides nicht gut. Und was vor allem nervt: die Amis waren uns immer zehn Jahre voraus, was blüht uns hier nur 2026? Das Ganze ist schon jetzt kulturell ein Gau. Und ich weiß wirklich nicht, ob wir in der Lage sind einen Supergau zu kontaminieren. Anfangs dachte ich ja noch, guck, wie sich das gedreht war, vor kurzem noch saßen lauter Schlafwandler um Deutschland herum, jetzt scheinen wir die Schlafwandler zu sein, umzingelt von falscher Welt. Bin versucht, Canetti, Sartre und Adorno nochmal zu lesen, scheitere aber schon an Adornos Ästhetischen Schriften zur Musik…. jaja. Gesundheit geht vor. Trotzdem gibt es noch viel zu erklären, zu ergründen, wiederzuentdecken und neu zu schreiben. Ein Wahnsinn, dass der Mensch keine Ruhe findet. Es steht viel, wenn nicht alles auf dem Spiel. Und trotzdem auch: bedenke ich die 90iger gegen jetzt, habe ich das Gefühl, es ist alles wieder politischer geworden, aufgeregter, bewegter. Das finde ich erstmal gut. Und reiner Schönsprech hilft eben nicht weiter. Und nur moderieren ebenso wenig. Es braucht tatsächlich, so dumm sind wir noch immer, Charisma und „echtes Pfund“ in der Spitze? Möglicherweise. Keine Ahnung. Aber besser alles im Auf- oder Umbruch, als im Desaster zu enden. Bevor ich hier wieder selbstgefälligen Windbeutel erzeuge, wünsche ich lieber mal schnell eine gute Nacht, schnell noch eine Flasche Rotwein gekippt und morgen gibt es eh einen Kater, oder ist schon alles entschieden? beste Grüße

  5. Die Antwort könnte eventuell bei parteiunabhängigen Direktkandidaten zu finden sein. Allerdings wird die kommende Bundestagswahl auch verdeutlichen, dass die Dominanz der Parteien zu gewaltig ist, um die Systematik aus sich heraus zu reformieren und neuen Ideen den Platz anzubieten. Sollten AfD und FDP in den Bundestag kommen, wird der sich auf fast 700 Abgeordente aufblähen. Aber nur 299 werden direkt von den Bürgern gewählt. Alle anderen werden durch Parteien (Listen) bestimmt. Das gilt auch für die Überhangs- und Ausgleichsmandate. Und in den Parteien haben die jungen Menschen nichts zu melden und sitzen (sportlich gesprochen) auf der Ersatzbank.

    • Wenn Demokratie echt werden soll, wird man viele neue Wege gehen müssen, auf kommunaler Ebene und im Bund. Leider zeichnet sich gar kein Bewusstsein in der Politik ab, warum es bedenkliche Wahlergebnisse gibt.

  6. Hoher Besuch – literaturfrey

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