Wieder

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Wieder geht sie los: die hartnäckige Selbstkritik, mit der man ein Manuskript zur letzten Reife bringt. Zumindest zur letzten, zu der man fähig ist.
„Alles falsch!“, das steht oft am Ende dieses Abschnitts. Man übergeht das Gelungene und lauert auf Fehler. Schlimmer, als jeder Kritiker …

Vielleicht sind deshalb Autoren oft dünnhäutig gegen Kritik: die Selbstkasteiung liegt nicht lange zurück, wenn das Buch erscheint. Selten lässt ein Autor ein Skript liegen, wenn er es als fertig empfindet.
Die Wunde ist noch frisch, die Erwartung hoch, die Schutzschicht dünn.

Was hilft?
Die Hornhaut die man mit jedem Versuch entwickelt! Gegen den inneren Kritiker und gegen die äußeren. Keiner kann so streng sein, wie die Zeit – gegen diese schreibt man an und gewinnt, mit jeder gelungenen Zeile die man hinterlässt.

Und so nimmt man es auf, das Werkstück, wie ein alter Steinmetz, mit vernarbten, schwieligen Fingern, Hammer und Stein nimmt und zwischen den geschundenen Fingern dreht, um es wieder mal zu versuchen …

PGF 11/16

3 Kommentare zu “Wieder

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