In mir

Jetzt ist der Abend in mir
trüb und matt und etwas grau,
trägt noch die Spuren
vom schwach und krank Sein,
wie feine Narben…

Hat den Tag umschlossen
mit seinem Druck und seiner Spannung,
all der gewachsenen Erwartung,
dieser harten Kante
zwischen Erfolg und Scheitern.
Waren die Zweifel, je so groß,
die Fragen je so laut?

Zieht das Leben mir nicht,
das Papier unterm Stift weg?
Gestalte! Dafür hast du Hände!
Sagt es nicht das?
Die Welt gestalten,
nicht ausdenken,
sagt es so leicht.
Diesen müden Händen
und diesen flimmernden Gedanken.

Jetzt ist der Abend in mir
und der Tag
und der Morgen
und vor mir liegt die Nacht.
Still und gefahrvoll,
wie es Nächte immer waren.
Aber mit dem Morgen
kommt wieder Licht,
so ist es immer,
auch, hinter Wolken versteckt.

PGF 10/16

3 Kommentare zu “In mir

      • Ich weiss, das ist auch Gestaltung, am Ende steht da eine Gestalt, dein Text (im Sinne der Gestalttherapie … ). Ohne Hände hättest du nur noch die Möglichkeit in ein Mikrofon zu sprechen oder die Füsse zu trainieren … 😉

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