Seite 9 und 10

Bei allen Prozessen und Projekten die länger gehen, als wenige Stunden, gibt es Höhen und Tiefen.
Ein Marathonlauf ist nicht vom Start weg eine Qual und am Ende nicht nur anstrengend, sondern gewiss auch befreiend.
Die Woche muss am Montag nicht ihren Tiefpunkt haben, es kann auch der Dienstag sein… Wenn man zwischen den glückseligen Inseln Wochenende, auf dem düsteren Meer Alltag umher geschleudert wird.

Bei einem Manuskript muss nicht der Anfang oder das Ende am schwierigsten sein. Das viel längere Stück dazwischen gilt es zu bestehen. Mit seinem „Och! Geht grade gut voran“ und seinem „Da komm ich nie weiter, nie – keine Chance“.

Ich verlasse heute den sicheren Anfang, an dem man, wie bei einem Labyrinth, noch entscheiden kann, gar nicht weiter zu gehen, sondern Radierer oder die Delete-Taste zur Hilfe nimmt.
Die Seiten 9 und 10 der DINA4-Version sind das Ende vom Anfang. Der Moment nachdem man die Verabredung hinbekommen hat, aber nicht weiß über was man den reden soll:
„Tja und was machst du so…?“

Es werden andere Seiten kommen. Sagen wir 21 und 22, wenn sich plötzlich eine Wendung andeutet, die man nicht vorhergesehen hat. Oder die Seiten 74 und 75, wenn das Ende greifbar scheint. Bis man den einen elementaren Erzählfehler entdeckt, der die gesamte Geschichte ad absurdum führt…

Ja, so kann es gehen.
Vielleicht können wir nie mehr von uns verlangen, als, dass wir es wagen – was immer es ist.

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