Von der Kürze der Zeit

Okay, den Titel habe ich bei Seneca geklaut. Aber es ist, wie es ist: Urlaub ist immer zu kurz!
Natürlich wäre es schöner, freier fürs Schreiben zu sein.
Aber: ich habe Arbeit. Etwas das bei uns häufig, als lästiges Beiwerk zur Freizeit empfunden wird…
Mir hilft Arbeit Freiheit über die Freizeit zu gewinnen.

Vielleicht ist nicht jeder glücklich mit seinem Beruf. Das lässt sich durch Wechsel und Fortbildung ändern. Immer zu hadern, immer dagegen sein?
Goethe schrieb mal: „Ein Zustand der jeden Tag neuen Verdruss bereitet ist nicht der rechte.“
Zack! Fertig! Mehr muss man nicht wissen.

Also nehme ich das Urlaubsende und den Montag hin.
Mit meiner Arbeit arbeite ich wie jeder, wenn er es vernünftig angeht, an einer friedlichen Zivilgesellschaft.
Unsere hat viele Ecken und sie wird zunehmend missbraucht für den Wohlstand weniger, für die Unterdrückung vieler – aber das wird sie umso leichter durch eine mürrische, schweigende Masse, die ihr Leben in innerer Kündigung zubringt.

So stehe ich morgen auf, packe den Stein rechts und links mit beiden Händen und schiebe ihn den Berg hoch…
Wie hat Camus am Ende seines „Mythos“ geschrieben?
Man muss sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen.

Startet gut!
(Ich behaupte nicht, dass ich nicht vom Lottogewinn träume 😉 )

2 Kommentare zu “Von der Kürze der Zeit

  1. Wenn Arbeit wenigstens ab und zu auch Spaß macht und erkennbar Sinn hat, dann ist dagegen nicht viel zu sagen, außer, dass es Lebenszeit ist, mit der sich auch andere Dinge tun lassen.

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