Elfter Februar

Es ist ein kühler, klarer Tag mit viel Licht.
Über den Bergen bricht der Tag gleißend, wie aus einem Kokon und die dunklen Täler warten bis er endlich herab steigt.
Ich erwarte ihn geduldig. Ich bin einen Tag lang befreit, von allen Fesseln.
Frei, wie als junger Mensch, da ich an manchen Tagen, wie ein Blatt, mit dem der Wind spielt durchs Leben trieb.
Die Stürme die mich noch packen würden, habe ich nicht geahnt.

Heute zählt das nicht, heute lockert sich der Griff.
Ich habe Zeit für die Wolken, die, in dichten Formationen, die, zerrissen wie traurige Herzen, die, hoch getürmt wie Sehnsucht, ihr Spiel mit der Sonne treiben.
Dort, wo der Wind sie der Sonne weg nimmt, da pulsiert der Himmel blau, wie ein mystischer Stein der Wünsche erfüllt.

Stunden hat dieser Tag nicht.
Er beginnt mit der steigenden Sonne und er wird enden mit ihrem Schwinden.
Bis zu ihrem Schwinden liegt alles in Glanz.

Ich gehe nicht durch den Tag, ich bin in ihm, er umgibt mich. Wir trennen uns nicht voneinander ich bin die Welt, mit ihrem Blau und ihren Höllen.
Meine Hände, meine Schritte an diesem und an allen Tagen machen sie blauer oder grausamer.
Wie Knospen sie grüner und Amseln sie froher machen.
Egal was kommt.

Wir wandern immer der Nacht entgegen.
Aber Sterne sind nur Sonnen in anderer Form.

02/16 PGF

6 Kommentare zu “Elfter Februar

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