Das leere Blatt

Manchmal drängt etwas, drückt etwas
so sehr auf die Seele,
dass man fast wahnsinnig wird.

Es kann Glück
es kann auch Traurigkeit sein.
Es kann zu Worten finden
oder stummer Schmerz, stummes Glück bleiben,
welches sich nie erlöst.

Man führt die Hand zum Stift,
und den Stift zum Blatt
und harrt mit der Spitze auf dem Weiß –
legt Stift und Blatt,
noch immer weiß
oder kryptisch befleckt
bei Seite –

ob plötzlich erlöst
oder tiefer vom Unaussprechlichen bedrängt,
sagt das gefüllte Blatt so wenig, wie das leere.

PGF 12/15

4 Kommentare zu “Das leere Blatt

  1. ja, es gibt so tiefes empfinden, welchem kein wort gerecht wird… welches sprachlos macht, sei es im positiven oder negativen sinne.
    ein wundervoll tiefgehendes gedicht, lieber peter.
    sei lieb gegrüßt!
    diana

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